Ein Heim für Helfer

Sechsfacher Spatenstich: Die Arbeiten fürs Rotkreuzhaus in Grafenwöhr laufen. Bild: az
Lokales
Grafenwöhr
07.03.2015
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"Was lange währt ..." Am Mittwoch startete der Bau eines Rotkreuzgebäudes in Grafenwöhr mit dem ersten Spatenstich. Zehn Jahre hatte die Bereitschaft darauf hingearbeitet.

Vier Pläne ließ das Rote Kreuz für sein Gebäude erstellen - und verwarf sie wieder. Seit Mittwoch laufen nun endlich die Arbeiten. Nach längerer Standortsuche entschieden sich die Verantwortlichen für einen einstöckigen Bau nahe am Feuerwehrhaus an der Ludwig-Schmidt-Straße. Groß war daher die Freude beim Spatenstich. Viele Rotkreuzler von Orts- und Kreisverband waren zum Ereignis gekommen. Auch viele Freunde der Retter waren dabei.

Bereitschaftsleiter Hermann Regler nannte die Nähe zur Feuerwehr "geradezu optimal, denn durch gemeinsame Schulungen, Übungen und Kameradschaftsabende ergeben sich Synergieeffekte". Regler erinnerte an die Planungsphase und an die Genehmigung durch den Kreisvorstand im Herbst 2012. Im Februar 2013 habe der Stadtrat dem Erbpachtvertrag für das 660 Quadratmeter große Grundstück mit rund 285 Quadratmetern Gebäudefläche zugestimmt.

Das Projekt beinhalte Schulungsraum, Sozialräume, Fahrzeughalle, Büro sowie einen Raum als Notarzt-Standort. Fünfzig Prozent der veranschlagten Bausumme von 230 000 Euro übernimmt der Kreisverband Weiden-Neustadt. Auf die Bereitschaft kommen Eigenleistungen sowie Handwerkerarbeiten zu. Die Baufirma Töppel aus Vohenstrauß hat den Auftrag erhalten. Das Grafenwöhrer Unternehmen Baptist Wächter wird den Erdaushub leisten.

Bürgermeister Edgar Knobloch prognostizierte, dass mit dem Haus für die Bereitschaft eine neue Ära anbreche, nachdem sie in der Vergangenheit an verschiedenen Orten arbeiten musste. Er lobte den Mut und das Engagement, wobei "die treibenden Kräfte aus der traditionsreichen Rotkreuzfamilie Regler" kämen. Knobloch versprach einen "finanziellen Startschuss". Ein eigenes Heim zu haben, sei für die Gemeinschaft nicht hoch genug einzuschätzen, betonte Kreisvorsitzender Simon Wittmann. Er wünschte einen erfolgreichen und unfallfreien Bauverlauf.

Zur Schaufel griffen dann Bürgermeister Knobloch, Kreisvorsitzender Simon Wittmann, Kreisgeschäftsführer Franz Rath, Kreisbereitschaftsleiterin Kathrin Regler, Bereitschaftsarzt Josef Lechner und Bereitschaftsleiter Hermann Regler. Unter dem Applaus der Gäste starteten sie die Bauarbeiten symbolisch. Bei Kuchen und Kaffee feierten die Gäste den Tag.

Was das Rote Kreuz Grafenwöhr nun vor allem braucht, ist Geld. Bereitschaftsleiter Hermann Regler hat schon beim 100. Gründungsjubiläum 2012 einen Spendenaufruf gestartet - mit Erfolg. Er dankte bei diesem Anlass den Bürgern, Vereinen und Firmen für ihre Vorab-Unterstützung, um anzufügen: "Wir würden uns sehr freuen, wenn wir mit Baubeginn noch weitere Spende bekämen." Der Kreisverband habe dafür eigens ein Spendenkonto eingerichtet.
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