"Ein Planer spart uns Kosten"

Investitionen in das Wohnumfeld sollen die Eichendorffstraße (unser Bild) und die Adalbert-Stifter-Straße familienfreundlicher gestalten. Die Kosten werden auf 1,3 Millionen Euro geschätzt. Eine Förderung erwartet die Stadt aus dem Städtebau-Programm "Soziale Stadt". Bild: do
Lokales
Grafenwöhr
08.05.2015
3
0

Es ist ein voluminöses Bauvorhaben. Gleich zwei städtebauliche Brennpunkte in Grafenwöhr soll ein Großprojekt beseitigen. Im Fokus stehen die Eichendorffstraße und die Adalbert-Stifter-Straße.

"Die Zeit zum Handeln ist gekommen", formulierte Bürgermeister Edgar Knobloch die städtische Initiative. Der Bürgermeister empfahl in der Bauausschusssitzung einen Grundsatzbeschluss, um gegenüber den Förderstellen Zeichen zu setzen. Den bekam dann auch der Rathauschef einstimmig. Der Bauausschuss machte den Weg für die Planung frei und beauftragte Bürgermeister und Verwaltung, das Projekt mit den staatlichen Förderstellen abzustimmen.

Erwartet werden erhebliche Fördermittel aus dem Programm "Soziale Stadt". Für die Soldatenstadt seit vielen Jahren eine ergiebige Finanzierungsquelle zur Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter strukturschwacher Stadtteile. Das Programm unterstützt die Kommunen mit einer Investitionskosten-Förderung in das Wohnumfeld und in die Infrastruktur-Ausstattung und soll die Familienfreundlichkeit im Quartier verbessern.

Sanierungsmaßnahmen

Darauf zugeschnitten sind die Sanierungsmaßnahmen im Bereich der genannten Straßenzüge. Bürgermeister Edgar Knobloch sprach in der Bauausschusssitzung von der Notwendigkeit zur Aufwertung gemeinschaftlicher und öffentlicher Freiflächen, zum Beispiel von Mietergärten, von der Errichtung von Nebengebäuden für Wertstoffe, den Bau von Kleinkinder-Spielplätzen und von der Aufwertung der Fußwege.

Als denkbar nannte Knobloch ferner die Neuordnung und Umgestaltung der bestehenden Parkierungs- und Verkehrsflächen, neue Parkkonzepte in den Wohnhöfen und die Umgestaltung des Straßenraums, zum Beispiel mit dem Neubau von Carports. Als wichtig bezeichnete der Sitzungsleiter die Einbeziehung der Wohnungsbau-Gesellschaft und der Anlieger in die künftige Planung.

Eine große Lösung nötig

Alternativ zur "Billiglösung", die nur die Neuordnung und Umgestaltung städtischer Flächen vorsieht, brachte Knobloch ein erweitertes Konzept unter Einbeziehung von Privatflächen mit einem geschätzten Kostenvolumen von 1,3 Millionen Euro ins Gespräch.

In der folgenden Diskussion plädierten Helmuth Wächter, Gerald Morgenstern, Jürgen Weiß, Josef Neubauer und Klaus Schmitsdorf in ihren Redebeiträgen für eine große Lösung. Man sollte Neues wagen und für die Bürger eine Wohlfühloase schaffen, hieß es. Ergänzend empfahl Gerald Morgenstern Gespräche mit der Wohnungsbau-GmbH über die Mitgestaltung und Mitfinanzierung.

Eine längere Debatte entwickelte sich über die Notwendigkeit eines Architektenwettbewerbes. Die Überlegungen des Gremiums reichten von Handskizzen für einen ersten Planungsansatz bis zu einem Architektenwettbewerb. Schließlich plädierte der Bauausschuss mit Mehrheit für einen Planungsauftrag an höchstens drei Büros mit begrenztem Leistungsumfang. Dagegen plädierte unter anderem Gerald Morgenstern:

"Ein Planer genügt, das spart uns Kosten". Bei drei Gegenstimmen beschloss der Bauausschuss die Beauftragung von bis zu drei Büros für eine Planung bis zur Leistungsphase 2.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.