Enttäuschung schmerzt noch

Thomas Schopf (Vierter von links) wurde bei der Neuwahl in seinem Amt als FW-Vorsitzender bestätigt. Jürgen Kammerer (Zweiter von links) wurde neuer zweiter Vorsitzender. Mit auf dem Bild außerdem (von rechts): Christian Baumann, Christine Pöllath, Ehrenvorsitzender Herbert Hummel, Charlotte Goller, Reinhold Wiesner und Alexander Stümpfl. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
02.01.2015
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Vor genau einem Jahr wurde die Liste für die Kommunalwahl aufgestellt. Das war diesmal bei der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler zwar (noch) nicht nötig, aber es gab eine Neuwahl der Vorstandschaft und einen Blick zurück mit gemischten Gefühlen.

Als besonders schmerzlich empfindet Vorsitzender Thomas Schopf nach wie vor sein persönliches Abschneiden bei der Bürgermeisterwahl. Jürgen Kammerer ist neuer stellvertretender Vorsitzender der Freien Wähler in Grafenwöhr. Zur Jahreshauptversammlung im Nebenzimmer des Schützenheims hieß Vorsitzender Thomas Schopf besonders Ehrenmitglied Herbert Hummel willkommen. In seinem Bericht zog Schopf Bilanz über die Stadtratswahl. Diese habe die Freien Wähler länger als gewollt beschäftigt.

Schopf meinte: "Der Bürger hat sich für Edgar Knobloch als neuen Bürgermeister entschieden. Ich gebe zu, dass ich am Wahlabend gerne an seiner Stelle gewesen wäre. Mein Ergebnis hat mich auch insbesondere in Bezug auf die Links-Partei schon sehr enttäuscht. Hier zeigte sich wieder einmal, dass Herbert Hummel recht hatte. - Menschen, die dir deine Stimme hundertprozentig zusichern, entscheiden sich oft anders", bedauerte Schopf.

Schade um Christine...

Einerseits sei es schön, dass die Freien Wähler trotz einer neuen Liste drei Stadtratsmandate halten konnten. "Es wäre aber super gewesen, wenn wir neben dem neuen Stadtrat Alexander Stümpfl unsere sozial engagierte Stadträtin Christine Pöllath als viertes Mitglied beibehalten hätten dürfen", gab sich der Vorsitzende enttäuscht.

Zu den Vorwürfen über Manipulation und Fälschungen bei der Wahl sagte Schopf: "Die Gerüchte, die sich offensichtlich erwiesen haben, müssen in einem vermutlich noch längeren Verfahren aufgearbeitet werden. Ich hoffe, dass am Ende eine Neuwahl steht. Nur so kann jeder Zweifel an der Rechtmäßigkeit unseres Stadtrates ausgeräumt werden."

Den Kandidaten, die sich bei der Stadtratswahl zur Verfügung gestellt haben, dankte der Vorsitzende. Nach seiner Meinung haben die Freien Wähler entgegen anderer Äußerungen nicht verloren, sondern durch ihre Gesamtleistung trotzdem gewonnen. Trotz eines neuen Bewerbers wurden die Mandate der Freien Wähler beibehalten. Schon jetzt bat Schopf um die Zustimmung zur Teilnahme für eine bevorstehende Neuwahl. Die Freien Wähler sind frei in ihrer Entscheidung ohne Parteizwang. "Zudem bleiben wir unseren Grundsätzen und Abstimmungen treu", versicherte Schopf.

Helfer willkommen

Der Vorsitzende blickte auch auf die anderen Aktivitäten im Ortsverband zurück. Zahlreiche Betriebsbesichtigungen, Spendenübergaben und Veranstaltungen in Grafenwöhr und den Ortsteilen standen in seiner Bilanz. Unter anderem nannte er die Teilnahme am Adventsmarkt und die Spendenübergabe an die Mittagsbetreuung. Das Mitwirken am Waldkinderfest musste mangels Personal leider abgesagt werden. Für das Bürgerfest, das im kommenden Jahr stattfinden soll, warb der Vorsitzende schon jetzt um Helfer. Die Betiräge für 2014 werden wegen des Sepa-Lastschriftmandats erst im neuen Jahr einmalig nachgefordert. Danach werden sie immer im Februar eingezogen.

Beim Punkt Satzungsänderung stimmten die Mitglieder einstimmig dafür, dass die Freien Wähler als Verein in das Vereinsregister eingetragen werden sollen.
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