Fabian Tillner erstmals beim Blutspenden
Kleiner Nadelstich tut überhaupt nicht weh

Lokales
Grafenwöhr
13.10.2014
9
0
Das in Bayern seit fünf Jahren einzigartige Blutspendemobil ist an vielen relevanten Standorten im Einsatz und seit einem Jahr auch in Städten, wo sich Mc Donalds etabliert hat. Das aus zweifachem Grund. Einmal ist die Schnell-Restaurantkette Kooperationspartner des BRK-Blutspendedienstes, fördert und unterstützt die Aktionen.

Da gerade junge Leute zu deren festem Kundenstamm gehören, hofft man auf viele Erstspender, denen es somit recht bequem gemacht wird. Mc Donalds setzt dafür auch einen "Lockvogel" ein. Jeder Spender nämlich wird anschließend mit einem Gutschein über ein Mac-Menü belohnt.

Mit gutem Beispiel voran ging der Grafenwöhrer Restaurant-Leiter Fabian Tillner aus Weiden. Wie er verriet, habe er zuvor in seinem Leben "noch nie wirklich" über das Spenden von Blut nachgedacht. Am Freitag indes ging er als Erster die paar Schritte hin.

Tut überhaupt nicht weh

So war Tillner gleichzeitig "der erste Erstspender des Tages", wie man im Truck erfreut feststellte. Damit nicht genug. Tillner motivierte auch mehrere Leute seiner Belegschaft für den Aderlass. Begeistert hielt er fest: "Es war überhaupt nicht schmerzhaft, es ist eine gute Sache. Man kann sie jedem nur empfehlen."

Ein anderer Erstspender aus Weiden: "Meine Freundin hat schon immer gesagt, geh doch mal hin." Er tat es. Teamleiter Alexander Sokolovski hat den jungen Mann spontan gewonnen, als er gerade Mc Donalds verließ. Der US-Soldat Steve Gonzales hatte im Restaurant von der Aktion erfahren. "Warum nicht?", habe er sich gesagt und sei so auch zu einem Erstspender geworden.

Mit 21 Mal dagegen gehört Elisabeth Kolodziej bereits zu den Stammspendern. Die Arzthelferin der örtlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Josef Lechner - Dr. Sabine Schultes könnte am regulären Ortstermin (29. Oktober) nicht teilnehmen, erklärte sie. Aus Pflichtbewusstsein demnach hatte die aktive Rotkreuzlerin stattdessen die Mittagspause für den Aderlass im Blutspendemobil genutzt.

Muss erst was passieren?

Wie wichtig dem Blutspendedienst die Erstspender sind, weiß Barbara David-Kollek aus leidvoller Erfahrung. "Die jungen Leute kommen erst, wenn ein Kumpel aus der Clique verunglückt und eine Bluttransfusion braucht. Das schreckt sie auf und motiviert, dann kommen sie alle. Es muss scheinbar leider immer erst etwas passieren, bevor sie aufwachen."
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.