Fahne auf Samt gebettet

Über die restaurierte Vereinsfahne ist die Feuerwehr Grafenwöhr stolz. Die alten Stickereien vom alten unteren Stadttor, Kastenhaus und Wasserturm sind unter anderem auf der Fahne zu sehen. Bild: myd
Lokales
Grafenwöhr
13.05.2015
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Über drei Monate benötigte die Firma Fahnen Kössinger für die Sanierung der Vereinsfahne der Grafenwöhrer Feuerwehr. Zum Großteil waren die Arbeiten reine Handarbeit und sehr zeitintensiv. Nun glänzt sie wieder in Rot und Blau.

Fast 40 Jahre ist die Fahne alt. Deshalb fasste die Feuerwehr Grafenwöhr mit Vorsitzendem Alexander Richter, Kommandant Hans Pappenberger, zweitem Vorsitzenden Markus Englhardt, Kassier Wolfgang Pappenberger, Schriftführer Michael Döth sowie den Mitgliedern des Verwaltungsrates den Beschluss, die Fahne, die aus dem Jahr 1977 stammt, zu sanieren. Im Gespräch war auch der Kauf einer Neuen. Ein entscheidender Punkt, die alte Fahne zu erhalten, waren aber die zum Teil historischen Stickereien.

Alte Stickereien

Auf der roten Fahnenseite ist unter dem Leitspruch der Feuerwehr "Gott zur Ehr' dem Nächsten zur Wehr" das alte untere Stadttor mit Stadtmühle und Kastenhaus sowie der Wasserturm im Hintergrund eingestickt. Auf der blauen Seite findet man neben den Schriftzügen "Freiwillige Feuerwehr Grafenwöhr - 1871 - 1977" auch das Grafenwöhrer Stadtwappen eingerahmt in Eichenlaubblättern. Auf beiden Seiten der Fahne wurde der Grundstoff gegen einen neuen Samtstoff ausgetauscht. Auch die Fahnenspitze wurde neu zaponiert und anschließend poliert. Die gleiche Arbeit machte die Firma mit den Verschraubungen am alten Holzgriff.

Da die Floriansjünger während der über dreimonatigen Arbeitszeit eine Ersatzfahne benötigten, wurde kurzerhand die alte Vereinsfahne aus dem Jahr 1874 wieder aus dem vereinseigenen Feuerwehrmuseum geholt. Diese hat mittlerweile ihren Platz im Museum wieder.

Von Kaplan geweiht

Nach der Sanierung weihte Kaplan Thomas Thiermann die Vereinsfahne im Rahmen des Florianstags. Insgesamt investierte die Feuerwehr rund 5000 Euro für den Erhalt ihrer historischen Fahne. Umso erfreulicher für die Verantwortlichen der Wehr ist die Tatsache, dass Stadtrat Gerhard Stümpfl kurzerhand einen finanziellen Beitrag zusicherte.
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