Fehler in der Kommunikation

Das Blutspendeteam mit Gebietsreferent Rainer Endres und Ärztin Evelin Betz (Zweite von rechts) war im Sinn der guten Sache um Harmonie bemüht. Bild: az
Lokales
Grafenwöhr
13.10.2014
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Schwierigkeiten sind da, um bewältigt zu werden. Gelegentliche Missstimmungen auch. Sie kommen selbst in der besten Familie vor. In Grafenwöhr sind sie allerdings noch nicht ganz verklungen.

In der großen Rotkreuzfamilie gab es vergangene Woche gewisse Misstöne - zwischen der Grafenwöhrer Bereitschaft und dem BRK-Blutspendedienst Bayern. Dieser war am Freitag mit seinem überdimensionalen Blutspendemobil erstmals auf dem großflächigen Parkplatz von Mc Donalds stationiert. Davon aber war die örtliche Bereitschaft um Hermann Regler offiziell nicht in Kenntnis gesetzt worden. Sie befürchtete einen Ausfall an Blutspendern bei ihrem Termin Ende Oktober (wir berichteten).

"Unbekannte Mail-Adresse"

Wir waren vor Ort, sahen und hörten uns um, sammelten Eindrücke, fingen einige Stimmen ein. Dabei beteuerten die "Funktionskräfte" (offizielle Bezeichnung), wozu auch die Ärztin Evelin Betz gehört, unisono ihr Bestreben nach Harmonie im Sinn der guten Sache. Zugegen war auch der Gebietsreferent aus Regensburg, Rainer Endres, zuständig für die Kooperation mit dem örtlichen Roten Kreuz über den BRK-Kreisverband Weiden-Neustadt.

Dieser glaubte inzwischen den Grund zu kennen, weshalb es zu keiner Verständigung über den Sondereinsatz in Grafenwöhr kam. Die Technik wäre Schuld gewesen, war er sich sicher. Mit dem Kreisverband sei alles abgeklärt gewesen. Von dort habe man Hermann Regler in einer E-Mail auf den Aktionstag hingewiesen. Leider sei sie nicht angekommen, weil dessen neue Adresse nicht bekannt gewesen sei. Das lässt Hermann Regler allerdings überhaupt nicht gelten: "Das ist unwahr. Ich habe gar keine neue E-Mailadresse", versichert er. (Siehe gesonderten Bericht im Reaktionen-Kasten)

Endres: "Regler war etwas angefressen, weil er nichts gewusst hat. Er meint nämlich, wir nehmen ihm einen Haufen Spender weg." Zum Beweis, dass dies nicht zutreffe, verwies auf die geführten Listen mit Leuten etwa aus Weiden, Eschenbach, Schlammersdorf, Weiherhammer, auf Amerikaner, die zum örtlichen Termin bestimmt nicht kommen würden. Von den vier registrierten Grafenwöhrern könnten drei aus diversen Gründen den Termin demnächst nicht wahrnehmen, deshalb wären sie hierher gekommen.

"Echt schade"

"Ich finde die Missstimmung echt schade, weil es ja letztlich um die gemeinsame gute Sache geht", so Endres. Überhaupt war man sichtlich um Schadensbegrenzung bemüht, denn ähnlich äußerten sich auch Teamleiter Alexander Sokolovski, die Ärztin Evelin Betz, Barbara David-Kollek und Andrea Ibisch.

Hauptsächlich richte der Blutspendedienst als "Tochter des Bayerischen Roten Kreuzes" sein Augenmerk vorsorglich und wohlbegründet auf Erstspender. "Wenn in zwanzig Jahren Stammspender wegbrechen, dann haben wir ein Problem. Wir machen uns einfach Sorgen um den Fortbestand", umschrieb Barbara David-Kollek die Situation. (Reaktion)
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