Gekonntes Zahlen-Jonglieren

Aufsichtsratsvorsitzender Hans Kammerer (von links) sowie die Vorstände Thomas Keck und Herbert Meier erläuterten über 300 Mitgliedern die Bilanz der Raiffeisenbank Grafenwöhr/Kirchenthumbach. Bild: mor
Lokales
Grafenwöhr
29.09.2015
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"Zu den Besten gehören" ist der Slogan der Raiffeisenbank Grafenwöhr-Kirchenthumbach. Zufrieden zeigte sich die Bank mit der Bilanz aus dem Jahr 2014, die sie beim Mitgliedertag vorstellte. Zu den Zahlen gab es ein buntes Unterhaltungsprogramm.

Musik, Film und die Begrüßung im Showmaster-Stil durch Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Kammerer sowie den Vorständen Herbert Meier und Thomas Keck waren der Auftakt zum Mitgliedertag in der Stadthalle, der mit über 300 Gästen gut besucht war.

Bürgermeister Edgar Knobloch gratulierte zur modernen Präsentation und freute sich über eine "in der Region verankerte und nicht fremdbestimmte, attraktive Bank". Neben dem Anreiz für junge Leute durch moderne Medien und Homebanking würden auch ältere Kunden nicht vernachlässigt. Die Bank sei da für Mitglieder, Bürger und den Mittelstand, betonte Knobloch.

Als Unternehmen mit Arbeitsplätzen und Auszubildenden sei die Bank ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Bald sichtbar würde die Zusammenarbeit Stadt und Bank auch beim Parkplatzbau am neuen Geschäftshaus, erklärte der Bürgermeister. "Trotz intensiven Wettbewerbs waren wir im Jahr 2014 wieder erfolgreich unterwegs", eröffnete Vorstandsvorsitzender Herbert Meier seinen Geschäftsbericht. 50 Prozent aller Bayern sind Kunden von 287 Volks- und Raiffeisenbanken mit einer Bilanzsumme von 136 Milliarden Euro, gab der Redner einen Überblick. Banken seien hauptsächlich vom Zinsgeschäft abhängig - der starke Zinsrückgang beeinflusse die Haupteinnahmequelle erheblich. Die Kundenkredite der Raiffeisenbank Grafenwöhr/Kirchenthumbach verharrte auf 69 Millionen Euro.

Bilanz: 114 Millionen Euro

In der Bilanz nicht ersichtlich seien jedoch Kreditgeschäfte, die aufgrund ihrer Größenordnung Partner benötigten, betonte Meier. "Durch intensive Beratung unserer Mitarbeiter wurden durch die Kunden attraktivere Anlageformen der Verbundpartner genutzt. Mit dem Rückgang der Einlagen nahm auch die Bilanzsumme leicht ab und erreichte zum 31. Dezember 2014 eine Größe von 114 Millionen Euro."

Als eine von wenigen Banken in Bayern betreibe die Raiffeisen Grafenwöhr/Kirchenthumbach noch ihr eigenes Warengeschäft. Wegen des Rückgangs der Heizöl- und Treibstoffpreise konnte der Umsatz von 2013 nicht erreicht werden. Zuverlässig seien mittlerweile die automatischen Tankstellen geworden, der Vorstandsvorsitzende wies auf das Warenangebot im Lagerhaus hin. In der Gewinn- und Verlustrechnung belief sich der Zinsüberschuss auf 3,067 Millionen Euro, "an Provisionen verbuchten wir 802 000 Euro". Durch Neubesetzung der Innenrevision und Übernahme der Auszubildenden ins Angestelltenverhältnis erhöhten sich die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen.Durch das neue Mitglieder-Bonusprogramm kamen erstmals Dividenden zwischen 1,5 und 11,5 Prozent zur Auszahlung. "Nach Abzug aller Kosten kamen wir auf ein Ergebnis von 1 095 000 Euro", endete der Bericht von Herbert Meier.

Die Diamond- und Freaky Dancers der Tanzgruppen der Sportvereinigung TUS/DJK sorgten nach der Zahlenpräsentation für Abwechslung. Zu atemberaubender Jonglage von Keulen, Bällen, Fackeln und seines Fahrrades verglich Peter Gerber in einer amüsanten Moderation die wirbelnden Gegenstände mit den Bilanzzahlen und Bewegungen am Finanzmarkt. Zu einem opulenten Büfett lud die Metzgerei Rauh in der Pause ein, Mitarbeiter der Bank servierten die Getränke.
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