Gemeinsam die Erde bewahren

Stadtpfarrer Bernhard Müller (von links), Pfarrer Hartmut Klausfelder und Pfarrer Wolfgang Traßl segneten die Gottesdienstbesucher. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
16.09.2015
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Das Wetter hätte kaum besser sein können. Beim Gottesdienst zum ökumenischen Schöpfungstag fielen die Sonnenstrahlen auf den großen Eichenbaum im Innenhof des Kastenhauses. Die Besucher feierten gemeinsam bei sommerlichen Temperaturen.

"Es ist schön, dass wir uns wieder zu diesem gemeinsamen Gottesdienst treffen, denn die Bewahrung der Schöpfung ist ein Anliegen, das uns alle angeht und das wir nicht vernachlässigen dürfen", betonte Stadtpfarrer Bernhard Müller zu Beginn. In Vertretung von Pfarrer Dr. André Fischer feierte er den Gottesdienst mit dem evangelischen Pfarrer Hartmut Klausfelder aus Neustadt am Kulm sowie mit Ruhestandspfarrer Wolfgang Traßl.

Anhand des Bilds auf den Liedblättern, auf dem zu sehen war, wie Zweige eines Baums eine Hand bilden, die eng mit dessen Krone verbunden ist, sollten die Gläubigen auf eine Meditation eingestimmt werden. "Dies kann ein Symbol dafür sein, dass wir als Menschen ganz eng mit der Schöpfung verbunden und für sie auch verantwortlich sind", betonte Pfarrer Müller. Bei der Meditation bat Pfarrer Klausfelder die Gottesdienstbesucher, ihre Hände zu betrachten. Er stellte die Fragen: "Was haben diese Hände heute schon getan und was haben sie in der Hand gehabt?" Mit den Händen können wir unterschiedliches machen: zärtlich sein und drohen, aufbauen und zerstören, Hand auflegen, heilen, segnen und schützen. Der Baum ist ein Zeichen für das, was Gott täglich für uns schaffe - wie viel Zeit und Zärtlichkeit er in uns und unsere Welt investiere, jeden Tag neu. "Wer in Gottes Liebe lebt, der steht, wie ein Baum. Wir können die Hand nicht zurückziehen, ohne dass der Baum kaputtgeht. Wir haben es in der Hand. Gott gab uns Hände, damit wir handeln."

Auch beim Schöpfungsgebet, das von Mitgliedern des Arbeitskreises "Ökumene" gesprochen wurde sowie bei den Fürbitten wurde darum gebeten, Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen. Musikalisch umrahmte der Chor "New Voices" unter der Leitung von Walter Thurn den Gottesdienst."Solang es Menschen gibt auf Erden, solang die Erde Früchte trägt. Solang bist du uns allen Vater, wir danken dir, für das, was lebt", wurde unter anderem gesungen. Pfarrer Müller bedankte sich bei Gemeindereferentin Christine Gößl, Willi Gottschalk vom Museum und allen Mitfeiernden.
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