Gold für Grafenwöhr

Der Jury schmeckte, was ihr Adriano Colella da servierte.
Lokales
Grafenwöhr
12.04.2015
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Mit einem Diätmenü Medaillen bei einem Kochwettbewerb in den USA gewinnen: Adriano Colella hat es wirklich drauf.

Adriano Colella hat sein Ziel erreicht. Mit Gold- und Silbermedaille ist er aus den USA nach Hütten heimgekehrt. Gewonnen hat der 30-Jährige die Auszeichnung beim 40th Military Culinary Arts Competition. Bei diesem Kochwettbewerb der US-Armee in Fort Lee in Virginia traten bereits im März 300 Teilnehmer in 28 Teams gegeneinander an. Colella war der einzige Zivilist.

Der junge Koch arbeitet für die US-Armee in Grafenwöhr. Dort muss es den US-Soldaten wohl besonders gut schmecken, denn die Army selbst hatte ihn zu diesem sogenannten Try Out oder Cook out eingeladen. Dies ist alles andere als selbstverständlich, nur die Besten dürfen bei dieser Koch-Olympiade antreten. Wie wichtig die US-Armee den Wettbewerb nimmt, zeigt, dass sich Colella drei Monate mit dem Team Europa vorbereitet hat. Das Trainingslager zeigte Wirkung: Mit seinem Diätmenü holte Colella Silber. Dafür musste er ein Vier-Gänge-Menü mit höchstens 1000 Kalorien zubereiten. Auch der jeweilige Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydrateanteil war vorgegeben. Das Menü, mit Rezeptkarte, Arbeitsanweisung, Arbeitsgerät, Mengenangaben und Preis musste er selbst erarbeiten.

Dass er in den USA einen Preis für ein Diätmenü gewinnt, sei gar nicht so ungewöhnlich wie es sich vielleicht anhört: "Die Soldaten sollen gesund und ausgewogen essen. Die Army legt schon lange Wert auf ihr Motto eat right - go green." Im Profiteam setzte Colella eines drauf: die Goldmedaille. Die Anforderungen waren hoch - zusätzlich gab es ein Zeitlimit von einer Stunde.

Das Kochen liegt dem jungen Küchenmeister im Blut. Adriano ist im Gastgewerbe aufgewachsen. Seine Eltern betreiben seit Jahrzehnten die Pizzaria "Peppo" in Eschenbach. "Wenn ich Zeit habe, helfe ich noch immer gerne bei meinen Eltern", sagt Colella. Dort könne er sich ausprobieren und neue Gerichte und Menüs kreieren. Dementsprechend stolz seien seine Eltern Guiseppe und Theresia gewesen. "Ich glaube, die sind ein wenig gewachsen, als sie davon gehört haben." Er selbst wolle nun weiter an seiner Karriere arbeiten. Adriano könnte sich gut vorstellen, eine Küche oder gleich einen ganzen Betrieb zu leiten. Dass er das Zeug dazu hat, hat er nicht zuletzt in Fort Lee in Virginia bewiesen.
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