Gott Einlass gewähren

Mit ihren Blumenbuschen trugen Erstkommunikanten zum farbenfrohen Gesamtbild der Fronleichnamsprozession teil. Bild: az
Lokales
Grafenwöhr
06.06.2015
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Bei idealem "Fronleichnamswetter würdigte die Pfarrei das Hochfest des Altarsakramentes. Vertreter von Stadt, Vereinen und Verbänden beteiligten sich an der Prozession.

"Fronleichnam ist ein österliches Fest, das uns an das letzte Abendmahl erinnert. So feiern wir heute Jesu Auftrag: Tut dies zu meinem Gedächtnis", betonte Stadtpfarrer Pfarrer Bernhard Müller zu Beginn der Eucharistie in der Friedenskirche. Es sei wichtig, nicht zu vergessen, was Jesus getan habe. "Wir leben von dem, was wir geben und nicht von dem, was wir festhalten", verwies Pfarrer Müller. Er stand mit Monsignore Karl Wohlgut und Kaplan Thomas Thiermann am Altar.

Dass Menschen auf die Straße gehen um zu demonstrieren, sei heutzutage nichts Ungewöhnliches. Sie würden damit Unmut über politische, soziale oder ökologische Verhältnisse zum Ausdruck bringen, betonte Müller. Die Fronleichnamsprozession sei eine "friedliche Demonstration", nicht mit Transparenten und Plakaten, sondern mit dem "Allerheiligsten, mit Gott in Gestalt des eucharistischen Brotes". Die Botschaft sei ganz einfach: "Gott ist hier bei den Menschen, unter ihnen und begleitet sie auf dem Weg."

Die Prozession führe durch die Stadt, hinein in die Alltagswelt und somit in Lebensräume, die nicht unmittelbar mit Gott zu tun haben. Die Absicht dahinter: Gott soll gleichsam zu allen Menschen gebracht werden, egal welcher Konfession sie angehören, ob sie der Kirche nahe oder fern stehen. Die Prozession sei ein Bild dafür, dass Gott den Einzelnen suche. Er brauche bekennende Menschen, die ihm Einlass gewähren - ein Leben lang, betonte Müller.

Der Prozessionsweg führte durch geschmückte Straßen an den Altar auf dem Marktplatz. Lobgesang und Gebete leiteten zum Segen. Bei der Friedenskirche wurde die Formation mit Glockengeläut empfangen.
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