Grafenwöhrer besorgt wegen streunender Hunde - Jäger sind verärgert - Verschärfung der ...
"Das ist total gefährlich"

Lokales
Grafenwöhr
14.11.2015
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(myd) Verärgerte Familien, die teilweise ihre Kinder nicht mehr allein in den Garten lassen können, verängstigte Buben und Mädchen, erwachsene Bürger, die sich nicht mehr trauen, im Bereich Birka, Bierlohe oder Ochsenhut spazieren zu gehen: Das geht auf die Kappe der beiden Hunde, die seit einiger Zeit, vor allem bis einschließlich April dieses Jahres und auch in der vergangenen Woche, ohne Besitzer in den Gebieten Wolfgangsiedlung, Birketäcker, Ochsenhut auf den Straßen und in eingezäunten Grundstücken sowie den angrenzenden Waldgebieten gesichtet wurden. So auch letzte Woche.

Auch die Jäger sind verärgert. Als "Krönung" wurde am vergangenen Samstag ein an Hals und Bauch aufgerissenes Reh in der Bierlohe gefunden (wir berichteten). Ob dies auch den beiden Hunden zuzuordnen ist, ist laut Polizei nicht sicher. "Man müsste die Tiere auf frischer Tat erwischen, um es beweisen zu können."

Den Satz: "Seit Jahresbeginn seien die Tiere aber kaum mehr aufgefallen", können die Bewohner der benannten Stadtgebiete nicht so ganz nachvollziehen. Noch im Frühjahr dieses Jahres waren die Hunde unterwegs. Als eine Kindertagesstätte im Frühjahr 2015 ihre Waldtage unternahm, bei der die Kindergartengruppen eine Woche lang die Vormittage im Wald verbrachten, bekamen sie mehrfach Besuch dieser beiden Hunde. Die herbeigerufenen Polizisten konnte die beiden Tiere nicht mehr auffinden. Kein Beweis - keine Konsequenz. "Wir können erst tätig werden, wenn etwas vorgefallen ist", lautete die Antwort. Für den vorliegenden Fall sei das Ordnungsamt zuständig.

Das sprach bereits mit dem Besitzer. Mit einer Verschärfung der Anleinpflicht für Grafenwöhr versuchte die Gemeinde dem Problem zusätzlich beizukommen. Dass dies in Bezug auf diese zwei bekannten Hunde keine Wirkung zeigte, konnten am Donnerstag vergangene Woche einige Grafenwöhrer Bürger selbst beobachten. "Die Hunde haben mich fast überrannt, das ist total gefährlich",lautete eine Aussage.

Der neue Kontaktbereichsbeamte der Polizei, Martin Behrend, suchte vergangenen Donnerstag den Besitzer der Hunde an dessen Haus auf und vergewisserte sich, dass für die beiden Hunde ein großer, zwei Meter hoher eingezäunter Bereich zur Verfügung steht. "An diesem Donnerstag muss es wohl zu einer Verkettung unglücklicher Umstände gekommen sein, dass die Hunde ausreißen konnten", meinte er. "Der Besitzer wurde belehrt", versicherte Behrend.
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