"Grafenwöhrer Strandschönheit"

Peter Mlarnic (Zweiter von rechts) sprach über das Projekt "SandAchseFranken". Auch Mathilde Müllner (rechts) gab Informationen über die Sandgrasnelke. Bilder: rgr (2)
Lokales
Grafenwöhr
13.11.2015
5
0

Die Natur in die Stadt zurückholen ist den Grafenwöhrern ein Anliegen. Eine Pflanze bietet dazu Gelegenheit. Diplomingenieur Peter Mlarnic liefert Wissen und Erfahrung für das Ureinwohnerprojekt.

(rgr) Nach dem offiziellen Startschuss für das Projekt des Naturparks Nördlicher Oberpfalz in Zusammenarbeit mit der Stadt Grafenwöhr gab es für die Bevölkerung jetzt die Möglichkeit, sich über die Sandgrasnelke und Sandlebensräume zu informieren. Peter Mlarnic berichtete im Hotel "Post" vom Sandachsenprojekt Franken.

In Franken wird zum Thema Sand schon lange geforscht und auch Maßnahmen für den Erhalt und der Ausbreitung dieser Lebensräume ergriffen. Auch bei uns könnten natürliche Sandstandorte als kleine Wüsten mit den hohen Temperaturunterschieden und der Trockenheit bezeichnet werden. Daran angepasst haben sich inzwischen stark gefährdete Spezialisten, sowohl unter den Tieren als auch Pflanzen - wie die Sandgrasnelke mit ihren schmalen grasartigen Blättern mit vielen Rosetten an einer langen Pfahlwurzel.

Durch Abbau und Bautätigkeit sind Sandstandorte nur noch vereinzelt und kleinflächig vorhanden und durch Nährstoffeintrag aus der Luft beeinträchtigt. "Um bedrohten Arten wie der Sandgrasnelke eine Ausbreitung zu ermöglichen, bietet sich die Herstellung von Sandlebensräumen entlang von Straßenbegleitflächen oder öffentlichen Grünflächen an", erklärte Peter Mlarnic.

Denn diese Flächen würden zurzeit überwiegend als kostengünstiges Arbeitsverfahren nur gemulcht. Mit vielen Beispielen aus dem Raum Nürnberg zeigte der Referent, dass sich nach anfänglicher Skepsis bei allen Beteiligten Straßenränder, Bahndämme und Abstandsflächen in bunte Blühoasen verwandeln können.

Welche Bedeutung diese hergestellten Flächen für die Sicherung der Artenvielfalt haben, zeigt die hohe Anzahl der dort nachgewiesenen Arten, die leicht in die Hunderte gehen kann. Gaukelnde Schmetterlinge, zirpende Heuschrecken, summende Bienen können bei den alltäglichen Wegen in der Stadt beobachtet werden.

Beeindruckt und motiviert zeigten sich die Zuhörer, darunter auch einige Imker, von den Möglichkeiten, die Natur in die Stadt zurückzuholen. Weitere Infos gibt auch Mathilde Müllner, Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald, Telefon 09602/793141, E-Mail mmuellner@neustadt.de sowie im Internet.

___

Weitere Informationen im Internet:

http://www.bayerns-ureinwohner.de
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.