Gründerzentrum boomt nicht mehr wie einst - doch das ist kein schlechtes Zeichen
Weniger Senkrechtstarter

Lokales
Grafenwöhr
07.11.2014
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Firmen werden offenbar auch aus der Not heraus gegründet, wenn die Wirtschaft nicht so läuft. Das dürfte der Grund sein, dass das Gründerzentrum des Städtedreiecks zurzeit nur zu 20 Prozent ausgelastet ist. Ein Zeichen, dass die Konjunktur noch passabel ist, hieß es beim Besuch der CSU-Kreistagsfraktion. Sie will, dass sich der Landkreis weiter beteiligt. Allerdings soll das Defizit im Rahmen bleiben.

Auf 2000 Quadratmetern stehen 18 variable Büroeinheiten und 3 Produktionshallen zur Verfügung, erläuterte Leiterin Christine Pöllath. Die Firmen können miteinander Sozialraum, Empfang und Medien nutzen.

Seit 1996 hat die Einrichtung Erstberatungen, Grundlagenseminare und Veranstaltungen organisiert und 2980 potenzielle Gründer beraten. 1102 Menschen wagten damit den Schritt in die Selbstständigkeit. 46 Unternehmen davon waren zunächst im Gründerzentrum beheimatet. Sie schufen 370 Arbeitsplätze. Die bekanntesten Firmen sind "Qantos" und "Speed4trade". Die Erfolgsgeschichte des Gründerzentrums ist durch die gute Konjunkturlage samt niedriger Arbeitslosenquote ins Wanken geraten. Nur noch vier Betriebe sind derzeit in der Einrichtung untergebracht. Die Förderung läuft noch fünf Jahre, weiß Bürgermeister Edgar Knobloch, der auch Geschäftsführer des Gründerzentrums ist. Eine Vermietung von Flächen an "Nicht-Gründer" wird momentan geprüft.

Stellvertretender Landrat Albert Nickl sprach von einer "absolut sinnvollen Investition". Er schlägt eine Kooperation mit der Hochschule Weiden-Amberg vor. Fraktionschef Stephan Oetzinger plädierte für weitere Förderung durch den Landkreis. "Aber auch die weiteren Gesellschafter sind gefordert." Landrat Andreas Meier will Einsparmöglichkeiten prüfen.
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