Grünes Licht für Förderung

Fünf vor zwölf stand es um weitere staatliche Fördergelder für die Grafenwöhrer Altstadtsanierung. Doch mit der Entscheidung des Stadtrates, die Verwaltungszentrale im alten Rathaus zu belassen, stellte der Stadtrat die Rathausuhr wieder zurück und die "Sanierungsampeln" auf grün. Bild: do
Lokales
Grafenwöhr
20.06.2015
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Die Suche war erfolgreich. "Wir sind wieder in der Spur", verkündete Bürgermeister Edgar Knobloch in der Donnerstagabend-Sitzung des Stadtrates. Die Spur führt zur Regierung der Oberpfalz. Von dort kommen erfreuliche Nachrichten.

Der Rathauschef meinte damit die Wiederaufnahme Grafenwöhrs in die staatlichen Förderprogramme zur Stadtentwicklung. Die Fördergelder waren von der Bezirksregierung vor knapp zwei Jahren wegen städtischer Überlegungen, den Ortsmittelpunkt "Rathaus" in das erworbene Bilfinger-Gelände zu verlagern, gestrichen worden (wir berichteten).

Erstes positives Zeichen

"Nun stehen uns die Zuschussmöglichkeiten aus den Städtebau-Programmen wieder offen", freute sich Bürgermeister Edgar Knobloch und verwies auf ein erstes positives Signal der Regierung mit der Bewilligung von 50 000 Euro. Stadtrat Klaus Schmitsdorf nahm die Information zum Anlass, sich nach der künftigen Verwendung des Rathaus-Neubaues zu erkundigen. Dazu bemerkte der Bürgermeister: "Es gibt drei potenzielle Interessenten, aber derzeit noch nichts Konkretes".

Bauanträge bestimmten die Beratungen im weiteren öffentlichen Sitzungsteil. Eigentümer Wilhelm Specht plant eine Neugestaltung des Eingangsbereiches von "Yannis Bar" gegenüber dem Rathaus. Ausführlich bewertete Stadtplaner Dr. Emil Lehner die eingereichten Planunterlagen, verwies auf die Empfehlungen und Grundsätze in der städtischen Gestaltungssatzung und empfahl mit Blick auf das Altstadtensemble einen sensiblen Umgang bei Fassadenänderungen. Mit der Auflage, die Werbe-Beleuchtung der Gesamtbeleuchtung des Marktplatzes unterzuordnen, für die Fassadenänderung nicht glänzende Materialien zu verwenden und dem Haus keine grelle Farbe zu geben, stimmte der Rat dem Antrag des Bauherrn zu.

Anhörung von Fachstellen

Das Gremium begrüßte die Absicht von Anton Buchfelder, das ehemalige Einsiedler-Gebäude am Sauerbrunnen künftig als Kfz-Werkstatt und für einen Autohandel zu nutzen. Einschränkend verwies Edgar Knobloch darauf, dass es notwendig sei, die behördlichen Fachstellen anzuhören. Das sogenannte gemeindliche Einvernehmen war dem Antragsteller trotzdem sicher. Rein formell waren Information und der einstimmige Segen des Stadtrates zum Flächennutzungsplan der Stadt Pressath.

Der Gemeinde-Nachbar beabsichtigt, seine Bauleitplanung auf den neuesten Stand zu bringen und vor allem die Planung an die schon vorhandenen Gegebenheiten anzupassen. Betroffen sind unter anderen die Gemeinbedarfsfläche rund um den Bauhof, die Erweiterung von Mischgebieten und die Ausweisung eines Grüngutlagers.

Mit Genugtuung nahm das Gremium den Untersuchungsbericht zur Grundwasseranalyse auf der Skeet Range im östlichen Teil des Truppenübungsplatzes zur Kenntnis. In der Probe der untersuchten Pegel seien im und auf dem Tontauben-Schießstand keine auffälligen Belastungen des Grundwassers festgestellt worden, teilte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben der Stadt mit. Daraus resultiert, dass die Bundesanstalt und das Gutachterbüro nur noch alle zwei Jahre Untersuchungen anfallen.
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