Herzliche Aufnahme

Lokales
Grafenwöhr
12.09.2015
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Die neue Gemeindereferentin Christine Gößl strahlte. "Ich hab mich richtig gefreut, als ich durch Grafenwöhr ging. So eine nette Aufnahme." Immer wieder sei sie freundlich gegrüßt worden. So manche scheinen sie also noch zu kennen.

Ja, sie war schon einmal hier - vor 20 Jahren. Christine Eisend hieß sie damals noch und befand sich im Schuljahr 1994/95 als Gemeindepraktikantin unter Stadtpfarrer Hans Bayer in Ausbildung.

Seit 1. September ist Christine Gößl aus Kirchenthumbach hier Gemeindereferentin. Die Diözese genehmigte nach rund zwölf Jahren, als Roswitha Heining nach Weiden wechselte, wieder eine solche Pastoralstelle. Auf Fortbildungen habe sie Heining immer wieder mal getroffen, erzählt Gößl beim Vorstellungsgespräch. Die Tatsache, dass Pfarrer Hans Bayer jetzt seinen Alterssitz in in Gößenreuth bei Grafenwöhr gewählt hat, freut sie natürlich auch.

Nach dem Praktikumsjahr habe sie in Eichstätt ihren Abschluss als Diplom-Religionspädagogin absolviert. Ihre erste Einsatzstelle als Gemeindereferentin sei von 1996 bis 2000 die Pfarrei St. Martin in Deggendorf gewesen. Als recht "arbeitsintensiv", betrachtet sie rückblickend die Zeit in Schwandorf, wo sie gleich in drei Pfarreien mitgearbeitet habe.

In der darauffolgenden Elternphase (zwei Kinder) sei sie temporär im Schuldienst in Schwandorf eingesetzt gewesen. Zurück zu den Wurzeln ging es schließlich nach Kirchenthumbach "zur Großfamilie", wo die junge Frau zunächst unter Pfarrer Konrad Bayerl und später unter Pater Benedikt vom Kloster Speinshart als Gemeindereferentin in Teilzeit gewirkt habe.

In Grafenwöhr sieht sie ihr spezielles Aufgabengebiet zunächst generell in der Unterstützung des Pfarrers, dann im Religionsunterricht, in der Vorbereitung und Leitung von Schülergottesdiensten sowie in der Mitarbeit in anderen Bereichen. Stadtpfarrer Bernhard Müller zeigte sich froh und erleichtert über den Erhalt der Referentenstelle. Vor allem im Hinblick, dass, laut Mitteilung des Bistums, es mit dem Schuljahr 2016 keinen Kaplan mehr geben werde. Für Thomas Thiermann war es damit seine erste, für die Pfarrei zugleich die letzte Kaplanstelle. Die gegenwärtige Doppelbesetzung findet der Pfarrer als Übergangszeit gut und wichtig. So könne Christine Gößl inzwischen in gewisse Aufgabenbereiche des Kaplans hineinwachsen.

Die Jugendarbeit, wo bisher etliche Aktivitäten etwa von den Ministranten und dem Chor "Sin falta" geleistet werde, könnte noch intensiviert werden, betonte Müller. "Es gibt genug zu tun!" Man sollte sich allerdings "nicht verzetteln", gab er zu bedenken. Vielmehr solle das, was man beginne, "Kontinuität" haben.
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