"Jeder ist etwas Besonderes"

Siegfried Fietz. Bilder: rgr (2)
Lokales
Grafenwöhr
25.09.2015
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Der Funke ist sofort übergesprungen. Siegfried Fietz hat sein Publikum von Anfang an mitgenommen. Er möchte, dass alle die Gemeinschaft spüren, die so wichtig ist. Und das ist dem Liedermacher absolut gelungen.

(rgr) In seinem 125. Jubiläumsjahr hatte der Männergesangverein 1890 mit seinem gemischten Chor Siegfried Fietz ins Jugendheim eingeladen. Vorsitzender Günter Hohn begrüßte das Publikum, unter ihnen auch Stadtpfarrer Bernhard Müller, Kaplan Thomas Thiermann und Bürgermeister Edgar Knobloch.

Lebensfreude pur - das strahlte Siegfried Fietz an diesem Nachmittag aus. "Dabei geht es aber nicht um einen Chor, sondern um die Menschen und um Herzblut", erklärte der Sänger. Die Botschaft des Liedermachers ist deutlich, wenn er singt: "Ich wünsche dir Offenheit, den anderen entgegen zu gehen" oder "füreinander Freunde sein".

Zu "Give me five" lud der Musiker die Kinder auf die Bühne ein, um das auch zu praktizieren. "Gib mir alle fünf Sinne und Geduld, wenn es einmal nicht ganz so schnell geht; einen Kopf, der begreift und ein Herz, das versteht", denn das sei es doch, was die Menschen brauchen. Für die Kinder brach Fietz eine Lanze mit den Worten: "Kinder sind klasse und haben nicht nur ihr Handy im Kopf." Das wurde auch deutlich, als er sie bat, sich zu umarmen. Auch die Erwachsenen im Saal könnten von ihnen lernen.

Noch etwas lernten die Zuhörer: Dass man eine Faust einfach in die Hosentasche stecken kann. Schließlich habe Gott den Menschen zehn Finger gegeben, um sie den anderen zum Friedensband zu reichen. Auch über die Zeit wurde gesungen, die keiner mehr habe, je älter man werde. Deshalb solle man sich Zeit nehmen für die guten Dinge, denn dann lebe es sich länger. Dies sei wissenschaftlich bewiesen.

Der Männergesangverein mit seinem gemischten Chor kam zum Mitsingen immer wieder auf die Bühne. "Zueinander, füreinander, miteinander", lautete ihr Motto. Bei vielen Liedern wurde nicht nur der Chor eingebunden, sondern das ganze Publikum. Ob es nun hieß: "Von guten Mächten wunderbar geborgen" oder "Shalom, shalom". Noch eines wurde deutlich: "Jeder ist ein Wunderland, denn jeder ist etwas Besonderes".
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