Karl Wohlgut zeichnet Kolping-Geschichte nach
Familien-Chronik

Kolping-Vorsitzender Andreas Greiner (links) nimmt ein erster Exemplar des Chronisten Monsignore Karl Wohlgut entgegen. Bild: mbi
Lokales
Grafenwöhr
14.07.2015
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Hunderte Stunden stecken in diesem Werk. Monsignore Karl Wohlgut dokumentiert mit seiner Chronik der Kolpingfamilie ein Stück Grafenwöhrer Geschichte.

Allein in den Archiven in München verbrachte Wohlgut drei Wochen, um das "Amtsblatt des (kgl.) Bezirksamtes Eschenbach" (1900 bis 1927) oder die "Eschenbacher Volkszeitung" (1927 bis 1934) zu sichten. Dabei stieß er auf die Wurzeln der Kolpingfamilie. Im Jahre 1900 trafen sich 18 junge Grafenwöhrer beim Adler, um einen Burschenverein zu gründen. Neben Metzger, Hafner, Wagner, Schuster, Schreiner, Steinbrecher und Holzhauer zählte auch ein Waldaufsehersohn zu den Gründern.

Hinweise fand Wohlgut auch in der Bayerischen Ostwacht (1933 und 1934) und der Bayerischen Ostmark (1934 bis 1937). Dort sei die Gleichschaltung der Vereine im dritten Reich dokumentiert. Auch die zum Gesellen- und Burschenverein umbenannte Gruppe wollten die Nazis auf ihren Weg einschwören. Nachdem 1936 kirchliche Vereine aus den Gasthäusern verbannt wurden, waren Versammlungen nicht mehr möglich. Mitglieder mussten zur Wehrmacht und zum Arbeitsdienst, bis sich der Verein schließlich auflöste. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden sich aber bald neue Gesellen zusammen. Ab 1946 gab es den Verein wieder, nun unter dem Namen Kolpingfamilie Grafenwöhr.

Die Chronik umfasst die Zeit von der Gründung im Jahre 1900 bis 1979. Die verbleibenden Jahre sind in Arbeit. Zwei gebundene Exemplare überreichte Wohlgut an Ehrenvorsitzenden Michael Hörl und an Vorsitzenden Andreas Greiner. Ein Nachdruck der Ausgabe ist möglich, wenn sich genug Interessierte melden. Anmeldungen nimmt Andreas Greiner unter Telefon 09641/454672 entgegen.
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