Kegelnder Steinmetz

Max Reiter, in der Mitte mit seiner Frau Anni, feierte 90. Geburtstag. In heiterer Runde ließen Bürgermeister Edgar Knobloch, Stadtpfarrer Bernhard Müller (rechts) und die Vertreter der Vereine den Jubilar hoch leben. Mit auf dem Bild sind auch die Töchter Gabi, Birgit und Martina, die die Gäste am Geburtstag bewirteten. Bild: mor
Lokales
Grafenwöhr
12.12.2014
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Sämtliche Honorationen ließen es sich nicht nehmen, Max Reiter zum 90. Geburtstag zu gratulieren. Der gebürtige Grafenwöhrer hatten den ganzen Tag Besuch von Vereinen, ehe sich eine große Familienfeier anschloss. Und da war er nicht der einzige Jubilar.

Vom Bürgermeister über den Stadtpfarrer bis zu Bischof Nikolaus reichte die Gästeliste. Der rüstige und heimatverbundene Grafenwöhrer war besonders stolz, dass sein jüngster Urenkel am gleichen Tag seinen ersten Geburtstag feierte.

Heimatbuch als Geschenk

Es war ein ständiges Kommen und Gehen der Gratulanten, die ganze Stadt schien dem gebürtigen Grafenwöhrer gratulieren und ihn für sein langes Engagement, seinen Gemeinschaftsgeist und seine Heimatliebe danken zu wollen. Bürgermeister Edgar Knobloch gratulierte im Namen der Stadt, Stadtpfarrer Bernhard Müller und Christa Klug wünschten "Alles Gute" im Namen der Pfarrei. Der treue Kirchgänger war zwei Perioden Mitglied des Pfarrgemeinderats. Seine politische Heimat fand der Jubilar bei der CSU. Ortsvorsitzender Gerald Morgenstern überreichte ein Landkreisbuch. Stellvertretender Vorsitzender Markus Englhardt und Werner Hößl sprachen die Glückwünsche der Feuerwehr aus. Auch dort blickt Max Reiter auf langjährige Mitgliedschaft zurück.

"In der Sparte Eisstock war Max Reiter aktiver Sportler", stellte der Vorsitzende der SV TuS/DJK, Thomas Reiter, heraus. Auch dem Kegelsport war der Jubilar zusammen mit Ehefrau Anni lange Jahre verbunden. Aktiv kegelte er in der Mannschaft der Feuerwehr. Stadtmeistertitel und Pokale belegen seinen sportlichen Erfolg. Ehrenmitglied ist Max Reiter im Heimatverein. "Viele Jahre war er im Ausschuss, als Kassier und "Kastenhauskobold" engagiert", wusste Willi Buchfelder, Vorsitzender des Heimatvereins.

Krönung war der Auftritt des Kolping-Nikolauses. Vorsitzender Andreas Greiner schlüpfte selbst in das Gewand des Heiligen, gratulierte dem Jubilar und hatte zudem Lob und Tadel für die Enkel parat. Musikalisch gratulierten die Sangesfreunde bei einem Probeabend im Gasthof Post. Schon seit 1949 gehört Max Reiter dem Männergesangsverein an.

Vereinsmensch

Eine Feier mit den fünf Kindern, zehn Enkelkindern und drei Urenkeln, Verwandten und Bekannten im Gasthof "Zum Stich'n" schloss den Geburtstagsmarathon ab. Engelbert Reiter berichte dort aus dem Leben seines Cousins: "Max Reiter wurde 1924 in der Grafenwöhrer Vorstadt geboren. Im elterlichen Betrieb erlernte er das Handwerk des Steinmetzes und arbeitete dort an der Seite seines Bruders."

Kriegswirren führten den jungen Soldaten durch ganz Europa und schließlich in die Gefangenschaft. 1956 heiratete er Anni Regner und es folgte der Bau des eigenen Hauses. Neben der Familie gehörte sein Leben den Vereinen. Als gelernter Steinmetz brachte Max Reiter seine Fähigkeiten ehrenamtlich an vielen Kulturgütern in Grafenwöhr ein, wie beispielsweise der Annaberg-Gruft, dem Kreuzweg oder der Kapelle in Gößenreuth.
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