Kein Geld für Bauhofgelände

Vor dem alten Bauhof und dem Grüngutsammelplatz erläuterte Bürgermeister Edgar Knobloch (Vierter von links) bei einem Ortstermin der CSU die Besitzverhältnisse und die Situation in der Thumbachaue. Bild: mor
Lokales
Grafenwöhr
19.02.2015
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Das alte Bauhofgelände in Grafenwöhr soll neu genutzt werden - wie, ist unsicher. Auch wer die Kosten übernimmt, weiß niemand. Bei einer Besichtigung legten sich CSU-Mitglieder fest: Die Stadt zahlt nicht.

Was ist mit Kleingewerbe, Lagerplätzen, Schrebergärten oder einem Wohnheim hinter den Stadl-Reihen an der Thumbachstraße? Die CSU Grafenwöhr ging mit Bürgermeister Edgar Knobloch vor Ort mehrere Varianten für den alten Bauhof durch. Die Ausweisung als Mischgebiet und Aufnahme in ein Sanierungsgebiet sollen die ersten Schritte zur Umfunktionierung sein.

Bürgermeister Edgar Knobloch wies darauf hin, dass jegliche weitere Nutzung oder auch eine Wohnbebauung durch private Investoren erfolgen müsse. Vor dem Hintergrund der angespannten Finanzlage sei die Stadt nicht in der Lage, die Kosten selbst zu stemmen.

Nur noch Lager

Er und CSU-Fraktionssprecher Gerald Morgenstern erläuterten die derzeitige Situation genauer: Nach dem Umzug des städtischen Bauhofs in das Bilfinger-Areal würden die Gebäude und Flächen nur noch als Lager genutzt, auch der Grüngutsammelplatz habe ab dem Frühjahr ausgedient. Der Bereich ist der derzeit als Sondergebiet Bauhof ausgewiesen und wird von privaten Grundstücken umschlossen. Genutzt würden diese als Holz- und Lagerplätze.

Gut frequentiert seien die Stadl, die ursprünglich den Ackerbürgern der Altstadt als Scheunen und später als Maschinenhallen dienten. In Bezug auf die umliegenden Grundstücke würde sich eine Fläche für Kleingewerbe anbieten, reizvoll sei aber auch ein Wohnen im Grünen unmittelbar in den Thumbachauen. Den Stadträten war jedoch der mögliche Konflikt zwischen den Holzplätzen, Arbeitsflächen und einer Wohnbebauung bewusst. Die vorläufige Ausweisung als Mischgebiet sei der erste Schritt für eine weitere Entwicklung waren sich die CSU-Stadträte einig.

Anreiz zur Sanierung

Die Räte regten außerdem die Ausweisung eines Sanierungsgebietes oder die Erweiterung der Altstadtsanierung an, um so den Besitzern der Stadl einen Anreiz zur Sanierung der Fassaden und Dächer zu geben. Die Einbeziehung der weiteren Stadlreihen in der Stadt könnte eine Maßnahme zur Verbesserung des Ortsbildes sein.

Diskutiert wurde bei anschließenden Treffen über verschiedene Verkehrsprojekte. Die Forderung nach Kreisverkehren am Tor 6 und an der Einmündung der Eschenbacher Straße zur Pressather Straße würden nach wie vor Bestand haben.
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