"Kein Kavaliersdelikt"

Lokales
Grafenwöhr
28.02.2015
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Die Affäre um die gefälschte Kommunalwahl beschäftigt auch den Landesverband der Linken. Dessen Geschäftsführer Ates Gürpinar erklärte am Freitag, dass der Landesverband die Vorfälle prüfen und Konsequenzen ziehen wolle. "Im Gegensatz zum gängigen Amigotum in anderen Parteien wie beispielsweise der CSU betrachten wir einen solchen Vorfall als sehr ernstes Thema und nicht als Kavaliersdelikt", sagt Gürpinar. "Wir müssen im Einzelfall und nach genauer Abwägung entscheiden."

Der Landesgeschäftsführer verwies darauf, dass es in anderen Parteien vergleichbare Fälle gibt. "Leider ist anscheinend auch die Linke nicht davor gefeit." Bei der CSU habe der Wahlbetrug in der jüngsten Vergangenheit zu keinem Imageverlust geführt. "In Geiselhöring hat die CSU dafür gesorgt, dass 500 Erntehelfer unerlaubt Stimmen abgaben." Es sei eine der größten Wahlfälschungen Bayerns gewesen, die aber nicht von den Wählern abgestraft wurde.
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