Keine Ausweitung bei den Sperrzeiten

Lokales
Grafenwöhr
01.12.2014
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"Wir wünschen ja nur eine Sperrzeitverkürzung um eine Stunde jeweils am Freitag, wenn die Hauptkundschaft da ist", warb Stadtrat Timo Schön um die Zustimmung des Gremiums. Diese fand er am Ende der allerdings nicht.

Drei Grafenwöhrer Wirte hatten diese Sperrzeitkürzung probeweise beantragt und auf eine vergleichbare Regelung in Vilseck hingewiesen. Quer durch die Fraktionen entstand in der folgenden Debatte ein vielschichtiges Meinungsbild zur Sperrzeit-Regelung, das Gerald Morgenstern für die CSU-Fraktion in die Worte fasste: "Der momentane Status ist für jedermann erträglich. Bei Änderungen kommen neue Beschwerden. Deshalb soll es so bleiben." Für die Freien Wähler schloss sich Thomas Schopf dieser Forderung an. "Ich bin ein Gegner von hü und hott", bemerkte Schopf und ergänzte: "Eine Stunde in der Woche bringt nichts." Helmuth Wächter gab zu bedenken: "Die Wirte haben eh bis 3 Uhr offen und auf den Anspruch der Bürger auf Nachtruhe ist auch zu denken." Eine Ausnahme könne man sich für den Fasching überlegen, aber ändern sollte man die bestehende Sperrzeitregelung nicht, empfahl der frühere Bürgermeister.

Dagegen plädierte Klaus Schmitsdorf für eine probeweise Zustimmung zum Wirte-Antrag. Bürgermeister Edgar Knobloch verwies auf die ablehnende Haltung der Polizei. Der Antrag der Gastronomen fand schließlich im Rat nur sieben Befürworter. Elf Ratsmitglieder einschließlich Bürgermeister lehnten eine Änderung der Sperrzeitverordnung ab. Drei Stadträte fehlten entschuldigt.
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