Keine Jagd nach neuem Vorstand

Der wiedergewählte Vorstand: Vorne links Jagdvorsteher Reinhard Kraus, der schon seit 15 Jahren die Genossenschaft führt. Das erste Mal dabei war Bürgermeister Edgar Knobloch (hinten links). Bild: az
Lokales
Grafenwöhr
28.03.2015
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Die Jagdgenossen von Grafenwöhr und Gößenreuth scheinen mit ihrem Vorstand hochzufrieden zu sein. In der Jahreshauptversammlung wählten sie die komplette Mannschaft wieder - und zwar einstimmig.

Weil es für Bürgermeister Edgar Knobloch die erste Versammlung bei der Jagdgenossenschaft Grafenwöhr und Gößenreuth war, stellte Vorsitzender Reinhard Kraus ihm die neuen Jagdpächter Thorsten Beierlein (Vorbach), Günther Moller (Speichersdorf) sowie Heinrich Schultes (Grafenwöhr) vor.

Er informierte ihn über die jagdliche Situation der 825 Hektar großen Gesamtfläche, wobei der Jagdbogen West (Beierlein/Moller) 540 und der Jagdbogen Ost (Schultes) 285 Hektar umfasst. Der Pachtvertrag laufe neun Jahre, die Pacht betrage jährlich 2800 Euro, plus Lieferung jeweils eines Stück Rehwildes.

In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte Kraus an Daten, Termine, Geschehnisse, an behördlichen und genossenschaftlichen Schriftverkehr, wie an vollzogene Beschlüsse aus dem alten Jagdjahr. Als Erfolg bezeichnete er die Beteiligung am Waldkinderfest mit einer Falknerstation und einem "tierischen Quiz". Die Hubertusfeier in Speinshart sei ein schöner Abend gewesen.

Seewiesenweg verbessert

Besucht hätten die Jagdgenossen auch die Versammlung des Bayerischen Bauernverbandes in Etzenricht. Die Schotterdeponie in Gößenreuth sei geräumt. Mit dem Material habe man den Seewiesenweg wieder auf Vordermann gebracht, berichtete Kraus. Die Auflistung der Ausgaben erläuterte Kassenverwalter Josef Kneidl. Die Revisoren Günther Demleitner und Michael Müller bescheinigten eine einwandfreie Buchführung.

Knobloch, der die Stadt als größten Grundeigentümer vertrat und die Neuwahlen leitete, freute sich über die Harmonie mit den Genossenschaften Gmünd und Hütten. "Zu einer aktiven Jagd gehört eine attraktive Landschaft", meinte er generell. Er informierte unter anderem über eine beschlossene Satzung, die das Verbot freilaufender Hunde ab einer gewissen Körpergröße regle, warb für den neuen Wochenmarkt mit Start am 23. April und versprach die Instandsetzung des Hierweges.

Maschinenkonto aufgestockt

Bei der Verwendung des Jagdpachtschillings gingen die Genossen mit den Vorschlägen des Vorstandes konform. Sie entschieden sich für die Aufstockung des Maschinenkontos auf 1500 Euro. Außerdem soll im Herbst ein Jagdessen stattfinden.
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