Kindertagesstätte sät mit Förster und Bürgermeister Eichenwald
Stürmen standhalten

Revierförster Martin Gottsche zeigte den Kindern wie das geht mit dem Legen der Eicheln. Damit sie sich gut mit dem Boden verbinden können, müssen sie festgetreten werden. Aufmerksam verfolgten die Kinder den Vorgang. Selbst der Hund war "voll dabei". Bild: az
Lokales
Grafenwöhr
15.11.2014
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So sieht Nachhaltigkeit im Denken und Handeln aus: Kinder säen Eicheln, machen dabei wertvolle Erfahrungen, kommen sozusagen in Beziehung zu "ihrem" späteren Wald. Die Verantwortung für die Umwelt wächst mit.

30 Vorschulkinder der Tagesstätte "St. Theresia" waren der Einladung von Bürgermeister Edgar Knobloch und Revierförster Martin Gottsche "zum Säen" ins städtische Waldgebiet, nahe der Ochsenhutsiedlung, gefolgt. Ziel der Maßnahme: Das Anlegen eines Eichenwaldes als Beitrag für einen klimaresistenten Mischwald.

Bereits "daheim" in der Tagesstätte war dieser Grundgedanke Thema zur Vorbereitung und Vertiefung gewesen. So könne man mit dem Sammeln von Eicheln und anderen Baumsamen bei der natürlichen Waldsaat helfen und diese dort einbringen, wo sie erfolgreich keimen und Wurzeln schlagen. Und so wie starke Wurzeln in der Kindheit beste Voraussetzung seien für das Bestehen der "wildesten Stürme des Lebens", so verhalte es sich auch mit den Bäumen. Laut Untersuchungen von Waldexperten hätten gesäte Bäume mit Abstand die größten Chancen tiefe und starke Wurzeln zu bilden.

Entsprechend eingestimmt auch von Förster Gottsche konnte die Arbeit beginnen. Ausgerüstet mit Eimern voll von selbst gesammeltem Saatgut, legten die Kinder die Samen zunächst in den aufgelockerten Boden, um sie dann mit Erde zu bedecken und festzutreten. Förster Gottsche zeigte, wie das geht.

In fünf Kleingruppen aufgeteilt schafften sie pro Stunde bis zu fünfzig Meter. Da eifriges Arbeiten an der frischen und würzigen Luft nun mal hungrig macht, kamen die leckeren Butterbrezen und der wärmende Früchtetee vom Bürgermeister gerade recht.

Jetzt ist erst mal Abwarten angesagt - bis zum Frühjahr. Dann werden die "Theresiakinder" zum Nachschauen kommen, ob sich die Waldsaat hoffentlich gut entwickelt hat.

Fazit: Kinder, wie die die Maßnahme begleitenden Erwachsenen vom Tagesstätten-Personal, empfanden ein tiefes Glücksgefühl darüber, einen Beitrag zur nachhaltigen Ökologie in ihrer nächsten Umgebung geleistet zu haben. Verständnis, Verbundenheit und Verantwortung für Wald und Umwelt inbegriffen.
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