Kleine Sorgen, große Fische

Lokales
Grafenwöhr
09.12.2014
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Der Fischereiverein setzt auf Bewährtes. In der Mitgliedersammlung sprachen die Petrijünger dem Vorstand erneut das Vertrauen aus. Solide Finanzen sorgen zudem für ein umfassendes Wohlbefinden. Dennoch gab es vom vergangenen Jahr auch Außergewöhnliches zu berichten.

Die Mitgliederzahl des zweitgrößten Vereins der Stadt liegt seit Jahren stabil bei 730. Ebenso ist der Umfang der bewirtschafteten Gewässer gleichbleibend bei 27 Hektar stehendem Gewässer und 26 Kilometer fließendem Wasser. Auch das Fischerfest ist nach wie vor beliebt. Diese stolze Bilanz zog der Fischereiverein in der Mitgliederversammlung.

Sportlicher Bürgermeister

Vorsitzender Wolfgang Specht begrüßte die Mitglieder im Gasthof "Post". "Das Fischerfest war trotz widrigen Wetters ein Erfolg. Hierzu hat beigetragen, dass sich Bürgermeister und Schirmherr Edgar Knobloch spontan bereit erklärte, sich beim Sautrogrennen mit Brigadegeneral Walter E. Piat zu messen", sagte Specht. Nach langem Suchen fand sich ein "Stadl" als Lagerraum, und an der Opelkiesgrube konnte eine neue Bewirtschaftungshütte fertiggestellt werden.

Bei den Neuwahlen setzten die Mitglieder auf Bewährtes. Unter Leitung des dritten Bürgermeisters Udo Greim, unterstützt durch Willi Gottschalk und Rainer Zechmayer, wurde Wolfgang Specht als Vorsitzender wiedergewählt. Ihm zur Seite stehen Josef Biersack als Stellvertreter, Schatzmeister Johann Biersack, Schriftführer Sebastian Arnold sowie Wasserwart Günther Stümpfl.

Die Wahl des Vereinsausschusses erfolgte nicht per Handzeichen, da sich neun Kandidaten zur Wahl stellten. Bei der schriftlichen Abstimmung wurden Michael Bauer, Marcus Busch, Dominik Engelhart, Florian Hohl, Thomas Keck, Sabine Rahn, Bastian Specht sowie Aleksej Waschkewitsch ins Gremium gewählt. Die Kassenprüfung obliegt weiter Georg Arnold und Hans Siegert.

Der Vorsitzende informierte über geänderte Angel-Bestimmungen, die Gemeinnützigkeitsprüfung durch das Finanzamt, die Gebühren und Beiträge für 2015, den Hochwasserschutz am Spindelweiher und die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinien. Schatzmeister Johann Biersack wies einen positiven Abschluss des Vereinsjahres vor. Der Fischereiverein habe keine Schulden und könne auf sein Vereinsvermögen stolz sein. Wasserwart Günther Stümpfl berichtete vom Fang des bisher größten Marmorkarpfens: 1,38 Meter lang und zirka 36 Kilogramm schwer. "Die Qualität und Fischbestand unserer Gewässer ist gut. Lediglich in der Haidenaab sinken die Zahlen von einigen typischen Arten wie Barben, Nasen und Hasel." Ursache sei vermutlich die Verbauung der Gewässer und die daraus folgende Einschränkung der Wanderungen.

"Der Nachwuchs steht auf soliden Beinen", berichtete Jugendleiter Philip Wächter-Sperber. Die derzeit 29 Jugendlichen seien sehr aktiv. Neben mehreren Gruppenstunden und Angel-Ausflügen bildete das Jugendzeltlager den Höhepunkt des Jahres.
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