Kritische Anmerkungen bei der VdK-Adventsfeier
Pflegenotstand im Visier

Das Duo Klara Braun und Elfriede Suttner umrahmte die VdK-Weihnachtsfeier musikalisch. Monsignore Karl Wohlgut trug eine heitere Geschichte vor. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
05.12.2014
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Kerzenschein, Weihnachtsgebäck und stimmungsvolle Musik bildeten den Rahmen. Trotzdem gab es bei der VdK-Adventfeier in der Bäckeria Bauer auch kritische Worte.

Vorsitzender Thomas Graml prangerte die schlechten Pflegebedingungen an. In Deutschland gebe es 2,3 Millionen Pflegebedürftige. Wenn 30 Prozent in einem Pflegeheim wohnen wären das 750 000. Dafür stehen jedoch nur 35 000 Pflegekräfte zur Verfügung. Ältere und behinderte Menschen würden oft als Last angesehen, klagte Graml.

Kreisfrauenbeauftragte Angela Erfurt bezeichnete den VdK-Verband als wichtige Anlaufstelle für viele Mitglieder und als sozialen Wächter der Gesellschaft. Sie dankte allen Ehrenamtlichen, die zum Beispiel alte und kranke Menschen besuchen.

"Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bisher nicht allzuviel vom VdK wusste, nur dass er ein Sprechzimmer im Rathaus hat", sagte Bürgermeister Edgar Knobloch. Sein Dank galt den Organisatoren, die einen ganz wertvollen Dienst leisten, indem sie sich gegen soziale Benachteiligung einsetzen. Der Bürgermeister schnitt das Thema "Hausärzte" an. In Grafenwöhr sei die Grundversorgung gesichert. Das Verwaltungsgebäude in der Altstadt wäre zwar prädestiniert für ein Ärztehaus, aber ob die Idee nach dem Entzug der Zuschüsse für die Städtebauförderung umgesetzt werden könne, sei fraglich. "Ich kann das nicht versprechen", so Knobloch.

Zur sinkenden Mobilität der älteren Menschen und dem Wunsch Thomas Gramls nach einem verbesserten Fahrdienst meinte der Bürgermeister: "Es müsste der Bedarf festgestellt werden und wer das ganze finanziert. Es wäre eine überparteiliche und überörtliche Angelegenheit. Knobloch überreichte eine Spende, die für die nächste VdK-Fahrt verwendet werden kann. Zu Stollen, Plätzchen und Kaffee wurden die Mitglieder von den Sängerinnen Klara Braun und Elfriede Suttner auf das Weihnachtsfest eingestimmt. Monsignore Karl Wohlgut sorgte mit einer lustigen Geschichte für Heiterkeit.
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