Landrat Andreas Meier setzt als CSU-Chef auf Zusammenhalt
"Alle Kreisteile gleich wichtig"

Lokales
Grafenwöhr
29.05.2015
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Landrat Andreas Meier freute sich nicht nur über 100 Prozent der Stimmen bei der Wiederwahl als CSU-Kreisvorsitzender, auch seine "Regierungserklärung" kam bei den Delegierten an. Er freute sich, dass es nach Anlaufschwierigkeiten gelungen sei, die Technikerschule beim Überbetrieblichen Bildungszentrum Weiherhammer auf den Weg zu bringen.

Meier bedauerte die Bauverzögerungen am Hallenbad Eschenbach, doch habe solide Arbeit, auch wenn sie aufgrund "erschwerter Bedingungen" mehr Zeit als erwartet beanspruche, Vorrang vor "Schnellschüssen". Die Maßnahme werde auch dem Breitensport im westlichen Landkreis zugutekommen und zeige, dass dieses Gebiet "keineswegs stiefmütterlich behandelt oder gar vernachlässigt wird, sondern dass uns alle Kreisteile gleich wichtig sind".

Als Fortschritt in der interkommunalen Zusammenarbeit wertete der CSU-Chef das Vorhaben einer gemeinsamen Übungsstrecke für Feuerwehr-Atemschutzgeräteträger aus den Kreisen Neustadt und Tirschenreuth und der Stadt Weiden in Neuhaus: "Das könnte zu einem Modellprojekt von bayernweiter Bedeutung werden."

Zu Forderungen nach einer erhöhten Kreisbeteiligung an der Kliniken AG stellte Meier klar, dass eine weitergehende finanzielle Unterstützung voraussetze, dass die Krankenhäuser ihren Betrieb rentabler organisierten und soziale Mindeststandards für das Personal gewährleisteten: "Der Trend zur Arbeitsverdichtung muss im Interesse von Mitarbeitern und Patienten umgekehrt werden."

Mit Blick auf den Flüchtlingszustrom merkte der Landrat an, dass er heuer mit einem Anwachsen der Asylbewerberzahl im Kreis von 500 auf 800 rechne. Dank dem "außerordentlichen Einsatz" von Kreisdienststellen, Kommunen und ehrenamtlichen Helfern sei bisher eine "reibungs- und geräuschlose" dezentrale Unterbringung gelungen, doch sei die Schaffung "größerer Wohneinheiten" nicht auszuschließen.

"Wir müssen verhindern, dass einschlägig interessierte Strömungen Ressentiments gegen die Zuwanderer schüren und die Stimmung umkippt", mahnte Meier. Dies erfordere zügige Anerkennungsverfahren und die Integration anerkannter Asylbewerber. Jedoch dürfe auch die Rückführung von Personen kein Tabu sein, die nicht unter den Schutz des Asylrechts fallen.
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