Langer Kampf um Waldbad

Bürgermeister Edgar Knobloch enthüllte im Eingangsbereich des Waldbades eine Gedenktafel für Josef Geier. Die Tafel erinnert an das energische Eintreten des langjährigen Kommunalpolitikers für den Bau des Grafenwöhrer Bades. Bild: do
Lokales
Grafenwöhr
05.06.2015
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Grafenwöhr ohne Waldbad? Undenkbar. Zu verdanken haben es die Badegäste dem langjährigen zweiten Bürgermeister Josef Geier. Seit Montag erinnert im Eingangsbereich des Bades eine Gedenktafel an die Verdienste des im Jahr 2011 verstorbenen Initiators.

Mit seinem Einsatz als Kommunalpolitiker und Vorsitzender des Badbauvereines mit dem Namen "Aktionsgemeinschaft Badbau Grafenwöhr" wurde im Jahr 1978 für viele Schwimmsport-Begeisterte der Traum eines beheizbaren Freibades wahr. Geiers Initiative in den 70er Jahren würdigte die Stadt nun offiziell.

Bürgermeister Edgar Knobloch enthüllte in Anwesenheit von Witwe Johanna Grohmann-Geier, des Bauausschusses und weiterer Gäste die für jeden Badegast nicht zu übersehende Erinnerungstafel. Eingegossen sind die Worte und Jahreszahlen "Josef Geier 1928 - 2011, 2. Bürgermeister 1978 - 1996, Initiator Aktionsgemeinschaft Badbau". Zudem schmückt das Wappen der Stadt die Gusstafel. Knobloch wies auf die Schritte von der Gründung eines Badbauvereins bis zur Verwirklichung einer Vision hin. Voller Tatendrang habe Geier als sportbegeisterter und passionierter Schwimmer schon im Jahr 1970 auf die Notwendigkeit eines Freibades hingewiesen, erinnerte Knobloch an die Zeit der "Träume". Ein Badbauverein, gegründet 1970 im Waldlustsaal, sollte zur Triebfeder für weitere Überlegungen werden. Selbst die Stille und Resignation noch im Jahr 1974 konnten Geier und die Mitglieder nicht davon abhalten, weiter Druck zu machen.

Am 24. Juli 1978 eröffnet

Die Vereinsspende von exakt 100 442,61 Mark, erwirtschaftet durch viele Benefizveranstaltungen, habe zu den wichtigen Argumenten eines nimmermüden Antreibers gehört, den Stadtrat im Jahr 1975 davon zu überzeugen, den Badbaubeschluss zu fassen. Geplant von den Architekten Dieter Böhm und Josef Sperrer aus Weiden habe schließlich die Eröffnung des Bades am 24. Juli 1978 zu den glücklichsten Momenten Geiers während seines kommunalpolitischen Lebensweges gehört.

Knobloch zitierte aus der Ansprache des damaligen Bürgermeisters Walter Asam: "Josef Geier war der Motor des Badbaus". Der jetzige Rathauschef bilanzierte: "Noch heute ist das Waldbad eine regionale Attraktion". Die Beliebtheit strahle weit über die Stadt hinaus: "Zur Erfolgsgeschichte gehören in den vergangenen 36 Jahren 1,5 Millionen Badegäste." Ein jährlicher Besucherdurchschnitt von über 40 000 Gästen bestätige die Entscheidung des Stadtrates und den Kampf des "Energiebündels" Josef Geier für ein attraktives Grafenwöhr.
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