Langsam wird's schnell

Lokales
Grafenwöhr
11.12.2014
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Die Grafenwöhrer können bald mit Höchstgeschwindigkeit durchs Internet surfen. Der Breitbandausbau steht vor dem Abschluss. Darüber informierte Holger Cibis bei der Bürgerversammlung.

"Bereits seit Jahren ist der Breitbandausbau in und um Grafenwöhr im Gange", führte Breitbandpate Cibis in der Bürgerversammlung aus. Mit dem ersten Förderprogramm 2010 kamen die Ortsteile Hütten, Gmünd und Gössenreuth ans Breitbandnetz. Das laufende Förderprogramm steht kurz vor dem Abschluss. In den Fördergebieten liege die Versorgung dann bei mindestens 30 und maximal 50 Mbit/s. Drei Anbietern gaben Angebote ab. Der Stadtrat wird den Auftrag vermutlich in der Sitzung am 18. Dezember vergeben. Zwölf Monate später sollte der Ausbau erledigt sein.

Zukunftsfähig

Parallel baute Kabel Deutschland das vorhandene Kabelnetz mit bis zu 100 Mbit/s aus. Aufgrund der großen Nachfrage kam es zu Schwierigkeiten, die jedoch behoben wurden. Ein Ausbau mit VDSL durch die Telekom erfolgte im Baugebiet Birketäcker sowie in den Ortsteilen Gmünd, Gößenreuth und Hütten.

Bürgermeister Edgar Knobloch setzt aber vor allem auf die Kabellösung: "Glasfaser ist für mich die einzig zukunftsfähige Möglichkeit." Er äußerte sich auch zu weiteren Stadt-Themen. In Gößenreuth weisen nun Schilder an unübersichtlichen Kreuzungen auf mögliche Gefahren hin. "Gmünd bekommt bald eine Skulptur in der Nähe der Kirche." Dazu gab es einen Künstlerwettbewerb. (siehe Bericht vom Donnerstag)

Die veraltete Toilettenanlage im Gmünder Haus der Vereine werde kurzfristig ausgebessert und später komplett saniert. Der Schutz vor Hochwasser und die Radwegsituation zwischen Gmünd und Hütten wurden verbessert. Dafür gab es Zuschüsse in Höhe von 80 Prozent. Zur Mittelschule sagte Knobloch: "Der erste Bauabschnitt wird im Januar fertig, der zweite und dritte folgen direkt." Insgesamt entstünden Kosten von 2,4 Millionen Euro. Knobloch betonte, dass eine attraktive Schule ein Wohnortkriterium für Familien ist. In der Stadthalle würden Brandschutzmaßnahmen so verbessert, dass es künftig nicht mehr nötig ist, Einzelgenehmigungen beim Landratsamt einzuholen.

"Die Beleuchtung wird auf staatlich geförderte und stromsparende LED-Technik umgestellt." Auch der Boden sei zu erneuern. Im nächsten Jahr werde die Eichendorff- und Adalbert-Stifter-Straße ausgebaut. Der Grüngutsammelplatz im Neuen Weg sei ab März/April in Betrieb. "Es gibt keine Öffnungszeiten mehr, Grüngut kann zu jeder Zeit abgeladen werden." Die Stadtverwaltung schreibe zukünftig alle Bürger an, sobald ihr Reisepass oder Personalausweis abläuft. Er werde die Polizei informieren, dass an der Einmündung Hermann-Schenkl- in die Rosenhoferstraße wegen der Parksituation vermehrt Kontrollen nötig sind. "Im nächsten Jahr werden die alte Pfarrgasse und die Rößlwirtsgasse ausgebaut. Dazu gibt es eine Förderung, aber auch auf die Anwohner kommen Kosten zu."

Abschließend lobte der neue Bürgermeister die Vereine und Veranstalter. Die Grafenwöhrer Veranstaltungen seien gut besucht, es herrsche meist gute Stimmung, "Das macht die Stadt attraktiver und lebenswerter."
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