Leben als Feuerwehrmann

Eine große Trauergemeinde nahm am Samstag Abschied von "Jupp" Arnold. Der gebürtige Gmünder war im weiten Umkreis bekannt und beliebt. Die Feuerwehr war sein Leben. Er arbeitete 36 Jahre bei der US-Feuerwehr in Grafenwöhr und war lange "Fire Chief" der Garnison. Bild: xri
Lokales
Grafenwöhr
24.11.2014
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Sein Wille war groß, dennoch verlor er den Kampf gegen eine tückische Krankheit. Josef Arnold, besser bekannt als "Arnold Jupp", starb am 15. November im Alter von fast 81 Jahren.

eine große Trauergemeinde nahm am Samstagvormittag auf dem Grafenwöhrer Friedhof Abschied. Arnold war fast vier Jahrzehnte bei der US-Feuerwehr auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr beschäftigt und zuletzt viele Jahre "Fire-Chief" der Garnison.

Tief saß die Trauer der zahlreichen Familienangehörigen, Freunden und Bekannten, die einen guten Mann, Vater, Opa oder Freund verloren haben. Stadtpfarrer Bernhard Müller und Pfarrer Josef Nickl zelebrierten den ergreifenden Gedenkgottesdienst, der vom Kirchenchor musikalisch umrahmt wurde.

Dass Josef Arnold ein geschätzter Mensch und beliebter Freund war, bewiesen die zahlreichen Trauergäste. In seiner Trauerrede ging Pfarrer Müller auf das Leben des Verstorbenen ein. Er war ein frommer, liebender Ehemann und hilfsbereiter Mensch. Sein ganzer Stolz waren seine vier Enkelkinder. Neben zahlreichen Vereinen, denen er angehörte, war sein großes Hobby das Eisstockschießen. Angeführt von der Stadtkapelle, den Fahnenabordnungen der Feuerwehren aus Grafenwöhr und Gmünd sowie des TSV Gmünd zog der lange Trauerzug zum offenen Grab. Dort lobten mehrere Redner das selbstlose Wirken von Jupp Arnold und brachten für die Hinterbliebenen, Trauer und Mitgefühl zum Ausdruck.

Stets ein Vorbild

"Jupp Arnold war ein guter und gerngesehener Freund und Kamerad, er war auch ein Vorbild und Feuerwehrmann von Herzen." Mit diesen Worten beschrieb Alexander Richter, Vorsitzender der Feuerwehr Grafenwöhr, den Verstorbenen. Über 55 Jahre war er Mitglied der Floriansjünger und wurde für seine Treue zur Wehr mit der goldenen Ehrennadel des Feuerwehrvereins ausgezeichnet.

Letzte Ehre in Uniform

Groß war die Trauer auch bei der Feuerwehr Gmünd. "Er war einer jener Kameraden, die in den Nachkriegsjahren unsere Wehr wieder mit aufbauten und damit den Grundstein dafür gelegt haben, was wir heute sind", betonte Vorsitzender Herbert Dobmann. Arnold trat am 1. Mai 1951 der Gmünder Wehr bei und hielt ihr somit fast 63 Jahre die Treue. Ein besonderes Anliegen sei es für "Jupp" immer gewesen, verstorbenen Mitgliedern der beiden Feuerwehren in Uniform das letzte Geleit zu geben. Nun mussten ihm selbst die Floriansjünger diese letzte Ehre erweisen.

Große Verbundenheit zeigte Josef Arnold auch mit dem TSV Gmünd. Vorsitzender Markus Schatz dankte dem Gründungsmitglied und Sportler für jahrzehntelange Treue. "Stets pflichtbewusst und hilfsbereit unterstützte er uns und suchte bei jeder Gelegenheit das Gespräch mit der Vereinsführung und den Mitglieder, um sich nach dem sportlichen Werdegang der Fußballer sowie dem allgemeinen Vereinsgeschehen zu erkundigen", so Schatz. "Das Wohlergehen unseres Sportvereins lag dem Jupp stets am Herzen. Hierfür gebühren ihm unser Dank und unsere Anerkennung."

Josef Arnold wurde am 30. November als viertes Kind der Familie Arnold in Gmünd geboren. Bei der Firma Deyerling absolvierte er eine Lehre als Zimmerer ab. 1955 heiratete er seine Frau Magdalena. Aus der Ehe gingen drei Kinder sowie vier Enkelkinder hervor. 1960 trat er der US-Feuerwehr in Grafenwöhr bei. Dort arbeitete er sich bis zur Position des Garrison-Fire-Chiefs hoch. Am 1. Dezember 1996, nach über 36 Jahren trat er ihn den Ruhestand. Um ihn trauern besonders seine Frau Magdalena sowie die Kinder und Enkelkinder.
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