Liebe zur Oberpfalz

Kathy Aydt verlässt Mitte August die Oberpfalz. Ein besonders schönes Erlebnis war für sie die Traktorparade beim 444. Marktjubiläum ihrer Oberpfälzer Heimatgemeinde Freihung. Mit auf dem Traktor ist der zweite Bürgermeister Helmut Klier. Bild: hfz
Lokales
Grafenwöhr
08.07.2015
11
0

Die Oberpfalz ist für Kathy Aydt ein wenig zur Heimat geworden. Mitte August muss die Stellvertretende Kommandeurin der US-Garnison Bavaria diese aber verlassen, um ihre neue Dienststelle anzutreten. In Missouri in den USA wird sie einiges vermissen.

"Eines der schönsten Erlebnisse, die ich in meinem bayerischen Heimatort Freihung erleben durfte, war die Feier zum 444-jährigen Bestehen der Marktgemeinde vor zwei Jahren", erzählt die 56-Jährige. Kathy Aydt war damals Schirmherrin. "Es war eine große Ehre für mich und ein besonderes Wochenende mit traditionellen Aktionen wie einer Traktorparade und einem Schnupftabak-Wettbewerb", schwärmt die Amerikanerin.

So etwas kennt Aydt aus Amerika nicht und wird es dort auf jeden Fall vermissen. Genauso wie die Herzlichkeit der Oberpfälzer. "Das hat mich sehr beeindruckt", erzählt sie.

Begeistert sei sie auch von den schönen, traditionellen Kleidern wie Dirndl und Lederhosen. "Es ist toll, wie die Oberpfälzer ihre Kultur aufrechterhalten." Fehlen wird der Stellvertretenden Kommandeurin in ihrem neuen Dienstort in Fort Leonard Wood (Missouri) besonders das deutsche Essen und so mancher Gerstensaft: "Ich trinke kein amerikanisches Bier, aber ich liebe dunkles Weizen", gesteht sie. "Da muss ich allerdings vorsichtig sein, weil es dick macht." Auch die bayerischen Salate, Flammkuchen und Schnitzel mit viel Panade wird sie in ihrer neuen Heimat vermissen. "In den Staaten gibt es nichts Vergleichbares."

Mit ihrem Mann Kenny geht Aydt gerne in den lokalen Gaststätten essen, das will das Paar auch bis zur Abreise auskosten. "Hier schmeckt einfach alles gut." Außerdem wollen sie sich ihre Oberpfälzer Heimat noch ein wenig genauer anschauen, bevor Aydt ihren Job als ebenfalls Stellvertretende Kommandeurin bei der Garnison in Ford Leonard Wood antritt. Von ihrer derzeitigen Arbeit unterscheide sich der Job in Amerika kaum. "Der Standort ist anders, die Größe des Personals gleich", erklärt sie.

Rund vier Stunden Fahrt von ihrem Dienstort entfernt, will sie bei ihrer Farm ein Haus bauen. Dort plant sie, zusammen mit ihrem Mann den Ruhestand auszukosten. Die Oberpfalz und ihre Freunde vergisst sie trotzdem nicht: "Wir wollen wiederkommen, nicht zum Arbeiten, sondern zu Besuch."
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.