Lieder, Geschichten und Engel

Lokales
Grafenwöhr
14.12.2015
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Das Sternchen beim Krippenspiel, Advents- und Weihnachtslieder, Geschichten und hoher Besuch machten diesen Nachmittag für die Senioren zu etwas Besonderen. Er sollte auf das Weihnachtsfest einstimmen.

Johanna Wohlmann und ihr Team vom Katholischen Frauenbund hatten die Adventfeier organisiert und bewirteten die Senioren mit Kaffee, Kuchen und Stollen. Wohlmanns Willkommensgruß galt neben den Senioren auch Bürgermeister Edgar Knobloch, der allen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit wünschte. Die Schulkinder der zweiten Klasse zeigten ein Krippenspiel, bei dem das "Sternchen" auf Arbeitssuche ging. Der Männergesangverein mit gemischtem Chor sang ebenfalls über den "Weihnachtsstern" und auch "Süßer die Glocken nie klingen".

Monsignore Karl Wohlgut vermittelte den Senioren die Anfänge des Adventkranzes, der zuerst aus einem Kreuz bestand, an dem vier Wachskerzen befestigt waren. Die Ursprünge gehen auf Johann Hinrich Wichern zurück, der 1833 verwahrloste Menschen in Hamburg ein Asyl gegeben hatte. Der zunächst evangelische Brauch zog auch 1925 in der katholischen Kirche in Köln und 1930 in München ein. "Damit war der Adventskranz das erste Symbol christlicher Gemeinsamkeiten, die konfessionsübergreifend waren", sagte Wohlgut. Er las auch noch zwei Mundartgedichte darüber vor, wie die Kindheit zu Weihnachten aussah und welchen Inhalt das Amerika-Packl von "Tante Rose" hatte.

Die Senioren bekamen auch hohen Besuch vom Nikolaus. Er sei ein Fürsprecherbischof und kein Weihnachtsmann. Aber er wollte den Senioren schon ein wenig den "Spiegel vorhalten". Er meinte: "Oh weh, oh weh, was kann ich seh'n; wie wenig in die Kirche geh'n." Der heilige Mann wusste auch, dass die Menschen in der Maria-Himmelfahrtskirche immer gefroren haben. "A Heizung drin war schee, da kannt ma a mal wieder geh. Doch jetzt, wo die Heizung drin ist, genga a niard mehrer ei ..."

Der Nikolaus mahnte deshalb: "Führt ein gutes christliches Leben mit Gottesdienst und Gebet, das über allem steht. Seid froh und munter und habt Mut, es wird alles gut!" Aus seinem Sack holte der Nikolaus ein Heftchen heraus mit dem Titel "Gottes Segen zur Advents- und Weihnachtszeit". Die Senioren wurden außerdem mit Lebkuchen und Engeln beschenkt, die Rosi Ließmann und weitere Mitglieder des Frauenbundes gebastelt hatten.
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