Markt fürs Miteinander

Am Donnerstag, 23. April, beginnt auf dem Marktplatz eine neue Ära. Dann heißt es dort: "Heute Wochenmarkt": Bürgermeister Edgar Knobloch (von rechts), Marktmeister Josef Diedl und Geschäftsleiter Lorenz Kraus präsentieren schon mal die Beschilderung. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
20.04.2015
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Die Stadt erfüllt den Wunsch vieler Bürger: Am Donnerstag, 23. April, bauen erstmals Marktleute ihre Stände auf. Von 9 bis 14 Uhr gibt es am Marktplatz wöchentlich Frisches aus der Region.

Bürgermeister Edgar Knobloch erklärt im Interview, was sich die Stadt von dem Angebot verspricht und weshalb es ihm nicht nur um die Einkaufsmöglichkeit geht.

Herr Knobloch, welche Produkte können die Grafenwöhrer künftig am Wochenmarkt kaufen?

Edgar Knobloch: Es werden ausschließlich frische Nahrungsmittel von Regionalvermarktern angeboten. Es gibt Obst, Gemüse, Feinkost, Backwaren, Gewürze, Fleisch und Wurst. Sogar die Schlachttiere sind regional. Das Fleisch kommt vom "Oberpfälzer Rotvieh."

Wie viele Händler sind vertreten?

Knobloch:Nach heutigem Stand sind es elf aus der gesamten Region.

Warum ist keiner aus Grafenwöhr dabei?

Knobloch: Die Händler haben sich auf den Verkauf auf Märkten spezialisiert. In Grafenwöhr gibt es das so nicht. Die Grafenwöhrer Händler müssten zusätzliches Personal anstellen oder ihre Öffnungszeiten einschränken. Weiterhin bräuchten sie die Ausstattung für einen Markt. Wenn sich der Wochenmarkt durchsetzt, könnte ich mir aber sehr gut vorstellen, dass dann auch der eine oder andere Grafenwöhrer mitmacht. Das würde mich natürlich sehr freuen.

Was muss ich machen, wenn ich einen Stand betreiben will?

Knobloch: Jeder Landwirt kann seine Erzeugnisse verkaufen, und braucht kein Gewerbe anmelden, weil seine Arbeit zur sogenannten Urproduktion zählt. Die übrigen Betreiber müssten ein Gewerbe bei der Stadt melden. Ansprechpartnerin ist Christl Mößbauer, Telefon: 09641/9220-34 E-Mail: cmoessbauer@grafenwoehr.bayern.de

Müssen die Verkäufer Standgebühren bezahlen?

Knobloch: Es werden zunächst keine Standgebühren erhoben.

Warum in der Altstadt? Der Platz ist mit dem Auto schwerer zu erreichen.

Knobloch: Grafenwöhr hat einen wunderschönen Marktplatz, der es wert ist, ihn als solchen zu erhalten. Er ist für viele Bewohner bequem zu Fuß oder per Fahrrad erreichbar. Es liegt mir am Herzen, die Altstadt als Stadtzentrum zu beleben. Ein Wochenmarkt am Marktplatz kann dazu einen Beitrag leisten. Der Markt soll nicht nur dem Konsum dienen, sondern auch die Möglichkeit des Miteinanders bieten. Deshalb wird der Markt auch über die Mittagsstunden betrieben. Viele Grafenwöhrer haben sich beim Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) genau einen solchen Markt in der Altstadt gewünscht.

Warum am Donnerstag? Wäre Samstag nicht der bessere Tag?

Knobloch: Natürlich hätten wir uns den Samstag als Markttag gewünscht. Die meisten Händler sind aber am Samstag bereits auf anderen Märkten vertreten. So fiel die Wahl auf den Donnerstag. Durch die Öffnungszeit über die Mittagsstunden bis 14 Uhr haben viele Bürger dennoch gute Einkaufsmöglichkeit in der Mittagspause.
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