Mehr Gewässer, höhere Preise

Die Ehrung mit Gold, (von links nach rechts) Josef Biersack (2. Vorsitzender), Reinhold Gietl, Herbert Benkhardt (Ehrenvorsitzender), Georg Beyer, Rainer Dötsch, Armin Hähnlein, Ernst Fink, Georg Rupprecht, Bürgermeister Edgar Knobloch, Wolfgang Specht, Hans Biersack (Schatzmeister). Bild: mbi
Lokales
Grafenwöhr
09.12.2015
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Der Fischereiverein Grafenwöhr 1881 hat 730 Mitglieder. Auf seiner Jahreshauptversammlung wird klar: Die Finanzen stimmen und die Gewässer werden erweitert. Daraus folgt auch eine Erhöhung des Beitragssatzes auf 160 Euro.

95 Angelsportkameraden kamen zur Mitgliederversammlung im voll besetzten Gasthaus "Zur Post". Vorsitzender Wolfgang Specht berichtete, dass das derzeitige Gesamtvermögen des Vereins im Wesentlichen aus sehr gut gepflegten vereinseigenen Gewässern bestehe. Der Wunsch nach einem eigenen Fließgewässer sei nach wie vor präsent, konnte aber leider noch nicht realisiert werden. Es gelang alle 2015 fälligen Pachtverträge zu verlängern. Ab dem Jahr 2016 bekommen die Fischer noch einen weiteren Abschnitt der Haidenaab hinzu. Dieser befindet sich beginnend ab der Brücke in Pechhof flussabwärts bis zum Anwesen Josephsthal. Die neueste Errungenschaft ist der Stadl, der 2015 umfassend saniert wurde. 730 Personen sind derzeit Mitglied im Fischereiverein.

Besatz für 25 000 Euro

Wegen steigender Preise für Pacht und Besatz wurden die ab 2016 gültigen neuen Gebührensätze erörtert. Der Beitrag für Erwachsene beträgt zukünftig 160 Euro. Bei den Jugendlichen verzichtete der Verein auf eine Anhebung. Sie zahlen wie bisher 50 Euro. Für rund 25 000 Euro wurden im vergangenen Jahr laut Wasserwart Günther Stümpfl Karpfen, Forellen, Hechte, Schleier und Zander gekauft. Hiermit stellt der Besatz den größten Ausgabenblock des Vereines dar. Weiterhin berichtete Stümpfl von akutem Wassermangel im Dürnaster Weiher. Aufgrund des niedrigen Wasserpegels kamen dort sogar Munitionsteile zum Vorschein, die zweimal einen Polizeieinsatz auslösten. Auch warnte er vor einer dort möglicherweise entstehenden Überpopulation an Wallern.

Höhepunkt des Jahres war natürlich das zweitägige Fischerfest, bei der Vereinsmitglieder und Nichtmitglieder mithalfen. Schatzmeister Hans Biersack lobte hier auch aus wirtschaftlicher Sicht das positive Ergebnis. Viele amerikanische Gäste fanden den Weg zum Stadtpark. Nachdem an jenem Wochenende auch die 20-jährige Städtepartnerschaft zwischen Grafenwöhr und Grafenwörth gefeiert wurde, hatten sich auch die österreichischen Gäste unter das feiernde Volk gemischt.

Unter den Gästen auf der Jahreshauptversammlung waren auch Bürgermeister Edgar Knobloch, Ehrenvorsitzender Herbert Benkhardt, die Ehrenmitglieder Peter Thometzki und Kurt Loh sowie die beiden amtierenden Fischerkönige Helmut Dostler (Senioren) und Tobias Bader (Jugend). Die Anwesenden gedachten der vier im Vereinsjahr verstorbenen Mitgliedern.

Bürgermeister Knobloch zeigte sich vom sehr guten Besuch der Mitgliederversammlung überrascht. Er hob in seinem Grußwort die Aktivitäten des Fischereivereins, als auch seine Aufgabe beim Schutz des Gewässers und der Natur hervor. Auch für das alljährliche Fischerfest, das ein Aushängeschild für Grafenwöhr sei, fand das Stadtoberhaupt nur lobende Worte. Bevor Wolfgang Specht die Sitzung beschloss, wurde die Vergabe der Tageskarten und der Überbestand an Wallern diskutiert.

Überbestand an Wallern

Biersack wies darauf hin, dass die Mitgliedsbeiträge für das Kalenderjahr 2015 noch nicht von den Konten der Mitglieder abgebucht wurden. Dies könne aufgrund technischer Umstellungen voraussichtlich erst im ersten Quartal 2016 nachgeholt werden.

Auch Jugendwart Philipp Wächter-Sperber berichtete über zahlreiche Aktionen. So wurden unter anderem das Anfischen am Stadtweiher und das Schnupperangeln im Ferienprogramm angeboten. Leider war das alljährliche Zeltlager aufgrund des schlechten Wetters in diesem Jahr nicht zu veranstalten, ist aber 2016 wieder fest eingeplant.
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