Mehr war wohl nicht drin

Die geforderten drei Prozent waren zu wenig
Lokales
Grafenwöhr
25.10.2014
0
0

3 Prozent mehr Lohn hatte Verdi gefordert, 2,4 Prozent sind es geworden für die Stationierungsstreitkräfte. Die Personalvertreter am Truppenübungsplatz sprechen von einem Erfolg - für die Mitarbeiter hätte es etwas mehr sein dürfen.

Am Montag hatte sich Werner Walberer beim Warnstreik an Tor 1 eingereiht. Der frühere Verdi-Fachgruppenvorsitzende hatte seine alten Kollegen bei ihrer Forderung nach drei Prozent mehr unterstützt. Nun gibt sich Pressaths Bürgermeister realistisch: "Das Ergebnis ist o.k. Mehr war nicht drin." Wichtig sei, dass es endlich eine Erhöhung des Tabellenlohns gegeben habe und das rückwirkend zum 1. September. "Das hilft auch den entlassenen Beschäftigten."

Etwas weniger zufrieden ist Michael Schultes. Der Beschäftigte am Übungsplatz glaubt, dass Verdi mehr hätte verlangen müssen. "Die geforderten drei Prozent waren zu wenig." Der Grafenwöhrer verweist auf vier Jahre mit Einmalzahlungen statt linearer Erhöhungen. Darunter leiden auch die Entlassenen, deren Standorte zum 1. Oktober aufgelöst wurden.

Betriebsratsvorsitzende Klaus Lehl teilt da eher Walberers Meinung: "Überrascht und froh" mache ihn die rasche Einigung. "Das liegt auch an der hohen Streikbeteiligung", so Lehl. "Das Ergebnis kommt auch bei den meisten Beschäftigten gut an", glaubt er. Auch er freue sich besonders, dass der Abschluss den Freigestellten zumindest etwas hilft.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.