Mit Büchern Ruhe finden, Türen und Herzen öffnen

Kaplan Thomas Thiermann.
Lokales
Grafenwöhr
04.12.2014
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Bei den Lieblingsbüchern, die die staade Zeit einläuten sollten, ging es hoch her. Die Spanne reichte vom Krieg, dem Kampf zwischen Groß und Klein bis zur wilden Jagd. Aber es durfte auch geschmunzelt werden.

Stefan Zweig, Ken Follett und die Bibel standen im Mittelpunkt. Die Mitarbeiter der Stadtbücherei "St. Michael" hatten zum Leseabend eingeladen.

Büchereileiterin Doris Baumann freute sich über den großen Zuspruch und meinte: "Wir sollten versuchen, uns Zeit zu nehmen für die Bücher, die für uns wichtig sind. Damit könnten wir auch zur Ruhe kommen." Dies könne Türen und Herzen öffnen. Gleich zu Beginn sprach sie den prominenten Lesern für diesen Leseabend ihren Dank aus.

Den Anfang machte Stadtpfarrer Bernhard Müller mit einem Buch, das alle kennen und das eines der wichtigsten Bücher überhaupt ist: Mit der Bibel. "Sie gibt Hilfe im Umgang für unser Leben", so Pfarrer Müller. Gelesen wurde dieses Mal etwas, was wahrscheinlich jeder kennt: David und Goliath. Aber trotzdem war es ganz anders, denn Müller trug die Geschichte auf Bayerisch vor und da hieß sie "Der Gloa und der Grouß".

"Weil das Weihnachtsprotokoll der Stadtratssitzung noch nicht zur Verfügung steht", las Bürgermeister Edgar Knobloch doch aus einem seiner Lieblingsbücher. Eigentlich sollte dies "Die Säulen der Erde" sein. "Aber die Bücher verzeihen es einem nicht, wenn man sie weggibt. Leider habe ich das Buch nicht mehr", berichtete Knobloch. Aber die Zuhörer bekamen trotzdem ein Buch von Ken Follett vorgestellt mit dem Titel "Sturz der Titanen", das vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg handelt. "Es ist historisch genau erzählt und beinhaltet Fiktionen", erklärte der Bürgermeister.

Um das oströmische Reich und die Eroberung Konstantinopels ging es in einem Buch von Stefan Zweig, aus dem der evangelische Pfarrer Dr. André Fischer las. Bei Kreisheimatpflegerin Leonore Böhm konnten die Zuhörer auch der Mundart lauschen. Die gebürtige Auerbacherin las oberpfälzisch; unter anderem "Die wild Jagd".

Kaplan Thomas Thiermanns Lieblingsbuch ist "Die Hütte". Hier geht es darum, über das Wasser zu gehen. Und obwohl es nicht die Grundlage unseres christlichen Glaubens ist, wird den Zweiflern der Zweifel genommen, betonte der Kaplan.

Zwischen den einzelnen Vorträgen hatten die Gäste Gelegenheit, bei Glühwein, Plätzchen und herzhaftem Gebäck über die Beiträge zu diskutieren.
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