Neugieriger Japaner

Hidenao Yanagi, der japanische Generalkonsul aus München, besuchte Bürgermeister Edgar Knobloch im Rathaus und freute sich über typische Oberpfälzer Spezialitäten. Das Stadtoberhaupt überreichte einen Brotzeitkorb und Brot aus der Stadtmühle. Knobloch erhielt einen japanischen Kalender. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
02.12.2014
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Das vorbildliche Zusammenleben zwischen US-Soldaten und den Einwohnern von Grafenwöhr hatte ihn neugierig gemacht. "Ich habe in einer Zeitung davon gelesen", berichtete der japanische Generalkonsul Hidenao Yanagi. Jetzt kam er zum Besuch ins Grafenwöhrer Rathaus.

"Axel Bartelt, der Regierungspräsident in Regensburg, hat mir die Oberpfalz empfohlen", meinte Yanagi. Die nächste Gelegenheit nutzte er, um vom Generalkonsulat in München in die Oberpfalz zu reisen. Der Japaner staunte nicht schlecht, als ihm Bürgermeister Edgar Knobloch, die Vorzüge der Regio erklärte. "Mit der Landschaft können wir gut punkten. Die Oberpfalz wird zwar Hügellandschaft genannt, aber wir sind eine Fahrradregion mit gut ausgebauten Radwegen", schwärmte Knobloch.

Was die Amerikaner angeht, so würden diese schon immer zum Bild von Grafenwöhr gehören. "Wir haben sehr gute Beziehungen zu den Amerikanern. Rund 9000 Soldaten sind in Grafenwöhr und Vilseck stationiert", betonte das Stadtoberhaupt. Mit den Familienangehörigen sind es etwa 12 000 Amerikaner, die hier leben. Das bedeutet auch, dass es dadurch rund 3000 Arbeitsplätze für deutsche Zivilisten hier gibt. Rund 2500 Arbeitsplätze bietet die US-Armee im Bereich Grafenwöhr. "Der Schießlärm ist nichts besonderes. Wir hoffen nur, dass der Fluglärm der Kampfflugzeuge nicht zur Dauereinrichtung wird", betonte der Bürgermeister.

Außerdem skizzierte Knobloch die wirtschaftliche Lage in der Stadt: "Wir haben in unseren zwei Gewerbegebieten gute mittelständische Unternehmen. Einige sind sogar weltweit tätig" lobte Knobloch. Als Beispiele nannte er den Autozulieferer Zechmayer und die Spezialmaschinenfabrik SMT.

Grafenwöhr sei in Sachen Gaststätten ebenfalls international. Auch eine japanische sei darunter. Schließlich kämen täglich 600 Menschen hierher, um Amerikaner zu besuchen. Im Vergleich zu Oberbayern gebe es in Grafenwöhr nicht so hohe Berge. Diese sind der Annaberg und der Schönberg.

Vor seinem Besuch in Grafenwöhr hatte der Generalkonsul bereits die US-Siedlung am Netzaberg besichtigt: "Auffällig sind hier die einheitlichen Wohnungen", so Yanagi, der sich nach Grafenwöhr auch Vilseck ansehen wollte.

Zum Abschied überreichte Edgar Knobloch dem Gast ein paar oberpfälzer Spezialitäten. So ein gutes Stadtmühlbrot gibt es nur in Grafenwöhr", schwärmte der Bürgermeister. Außerdem hatte er für Hidenao Yanagi ein Brotzeitkörbchen mit Geräuchertem dabei.
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