NEW-Geschäftsführer Bernhard Schmidt wirbt im Grafenwöhrer Stadtrat für Klimaschutz-Manager
Berater soll der Energiewende Dampf machen

Bernhard Schmidt. Bild: do
Lokales
Grafenwöhr
26.05.2015
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Nein! Eine Konkurrenz zu den Energieberatern soll nicht entstehen. Trotzdem hält Bernhard Schmidt, Geschäftsführer der NEW - Neue Energien West, die Anstellung eines Klimaschutz-Managers für überlegenswert. Die Trägerschaft könnten die Gemeinden im Vierstädtedreieck übernehmen, schlug Schmidt den Stadträten vor.

Außerhalb der Tagesordnung zeigte der Geschäftsführer der Energiegenossenschaft die Vorteile der dreijährigen Anstellung eines Energieexperten auf, erläuterte dessen Aufgaben und Ziele und verwies auf finanzielle Verlockungen. Der Staat fördert den Umwelt-Job mit 65 Prozent bei einem Jahresgehalt bis zu 60 000 Euro. Die elf Kommunen des Vierstädtedreiecks wären nicht die Ersten die einen Klimaschutz-Manager anstellen, erklärte Schmidt und verwies auf den Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Augsburg. Auf eine tabellarische Schmidt erläuterte dem Gremium die wichtigsten Aufgaben.

Diese reichen von Vorschlägen zur Energieeffizienz und der Entwicklung eines Gebietskonzeptes bis zur Nutzung von Abwärme und der Förderung alternativer Verkehrskonzepte. Nach Schmidts Einschätzung "kann es dann nach drei Jahren ohne Manager von selber laufen". Der Gast riet zur Eile "nur 40 Konzepte pro Jahr werden genehmigt".

In der Diskussion sah das Gremium Konkurrenz zur privatwirtschaftlichen Tätigkeit. Vorsorglich empfahl Josef Neubauer, sich "bei Anderen" schlau zu machen. Gerald Morgenstern befürchtete "viel Papier". "Ich bin skeptisch, weil schon bei jedem Antrag auf einen Wohnhausbau eine energetische Bewertung sein muss". Bürgermeister Edgar Knobloch kündigte an, das Informationspaket des Referenten an die Fraktionen weiter zu leiten und Erkundigungen bei Modellkommunen einzuholen.
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