Nur nicht zu früh auf die Straße

Abfallberater Peter Hägler informierte die Grafenwöhrer über Möglichkeiten und Pflichten bei der Abfallentsorgung. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
16.11.2015
1
0

Beim Sperrmüll gibt es einiges zu beachten. Das erklärte Peter Hägler den Grafenwöhrern bei der Bürgerversammlung. Der Abfallberater dabei auch, weshalb die Landkreisbürger in Sachen Sperrmüll ganz zufrieden sein können.

Abfallberater Peter Hägler informierte bei der Bürgerversammlung über die Sperrmüllsammlung. Die Grafenwöhrer erfuhren dabei, dass sie mit ihrem System recht gut fahren. Bei einer Bürgerbefragung im Jahr 2012 erhielt das Sperrmüllsystem des Landkreises im Vergleich mit zehn weiteren bayerischen Landkreisen überdurchschnittlich gute Noten.

Zwei Drittel der Landkreisbürger waren damals mit dem Sperrmüllsystem sehr oder sogar außerordentlich zufrieden. Der Landkreis war dabei der einzige mit Straßensammlung an lange vorher festgelegten Terminen. Das Landratsamt prüfe dennoch alternative Möglichkeiten der Sperrmüllabfuhr. In anderen Landkreisen und Städten praktiziert man die Sperrmüllabholung nach Anmeldung. Vorteil ist die relativ zeitnahe Abholung. Dagegen stehen ein höherer Verwaltungsaufwand und höhere Kosten. Deshalb werde Sperrmüll zumindest mittelfristig wie bisher zweimal im Jahr abgeholt.

"Der Landkreis hat eine bürgerfreundliche und kostengünstige Sperrmüllabfuhr. Für ein sauberes Stadtbild ist es aber wichtig, nur echten Sperrmüll bereitzustellen.", erklärte Hägler. Deshalb gab er auch Tipps, was die Bürger zu einem funktionierenden System beitragen müssen. Er erklärte, dass die Sammlung nur Holzmöbel wie Schränke, Einbauküchen, Polstermöbel und Teppiche und Sportgeräte beinhalte. Nicht entsorgt werden können dagegen Türen, Fenster, Zäune und Holzverkleidungen. Für solche Dinge muss sich der Hausbesitzer selbst um die Entsorgung kümmern. Ebenso können kleine Abfälle, die in die Mülltonne passen, nicht von der Sperrmüllsammlung erfasst werden. Kleine Abfälle werden außerdem von privaten Sperrmüllsammlern durchwühlt und auf Gehsteigen und Plätzen verstreut. Für diese Überbleibsel der Sperrmüllsammlungen fühlt sich dann keiner zuständig - Stadt oder Landratsamt muss die Abfälle auf ihre Kosten entsorgen. "Das Landratsamt ahndet deshalb solche Ablagerungen mit Bußgeld", betonte Hägler.

Probleme mit Sperrmüllsammlern ließen sich leicht reduzieren, wenn das Sperrgut erst am Vorabend der Sammlung bereitgestellt wird. Das Landratsamt beobachte, dass häufiger Elektrogeräte ausgeschlachtet, also nur teure Metalle oder Bauteile mitgenommen werden. "Wir sehen diese Entwicklung mit Sorge, denn auch der Landkreis kann die Metalle verkaufen. Uns machen die Entsorger Probleme." Das Landratsamt bitte um Hinweise, wenn elektrische Bauteile entwendet oder Kabel abgeschnitten werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.