Otnant-Tagung in Grafenwöhr befasst sich mit dem Areal des Truppenübungsplatzes
"Ganz spezielle Art der Landnutzung"

Lokales
Grafenwöhr
21.10.2015
2
0
"Gestern und heute... - Das Areal des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr aus archäologischer, siedlungs- und herrschaftsgeschichtlicher Sicht": So war das 21. Otnant-Gespräch überschrieben. Eingeladen hatte die Regionalgruppe Otnant im Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg ins Jugendheim.

Den Auftakt machte Erich Schraml aus Fuchsmühl mit Überlegungen zur Entwicklung von Truppenübungsplätzen. "Truppenübungsplätze sind eine ganz spezielle Art der Landnutzung." Der Referent berichtete von den Anfängen solcher Einrichtungen und beschrieb die Anforderungen ans Gelände.

Hans Gleißner aus Pressath sprach dann zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr: Anhand der Entwicklung der Bayerischen Armee nach 1866 und der Heeresreform nach preußischem Vorbild schilderte der Referent die Suche nach einem geeigneten Truppenübungsplatz. "Grafenwöhr war eine von drei Möglichkeiten", so Gleißner. Der Referent sprach auch die Erweiterung und Nutzung während der NS-Zeit an. Dr. Gabriele Raßhofer vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege gab im Anschluss einen profunden Überblick über Bodendenkmäler und Archäologie im Truppenübungsplatz. Dr. Maria Rita Sagstetter, Direktorin des Staatsarchivs Amberg, berichtete von Überlieferungen zur Anlage und Erweiterung des Truppenübungsplatzes im Staatsarchiv.

Diese Vorträge ergänzte Professor Dr. Alois Schmid, emeritierter Lehrstuhlinhaber für Bayerische Landesgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München: Er widmet sich der noch immer wenig erforschten Geschichte der Adelsfamilie von Pettendorf-Hopfenohe-Lengenfeld, die während des Hochmittelalters wichtige Herrschaftsträger in der Oberpfalz waren (Bericht folgt).
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.