Partner durch dick und dünn

Vor 20 Jahren wurde die Partnerschaft mit Grafenwöhr und Grafenwörth besiegelt und die Urkunde unterschrieben. Das Jubiläum wird an diesem Wochenende entsprechend gefeiert. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
26.06.2015
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In guten wie in schlechten Zeichen. Dieses Versprechen, das sich meist Brautleute geben, gilt auch für die Partnerschaft zwischen Grafenwöhr und dem niederösterreichischen Grafenwörth. Am Wochenende feiern die Städte ihre 20-jährige Verbundenheit.

Ingrid Forner aus Grafenwörth betrieb Ahnenforschung. Sie fand heraus, dass ihr Ur-Urgroßvater Georg Cajetan Franz Cammerloher (geboren 1756) in Grafenwöhr als Schullehrer tätig war. Im Jahr 1991 besuchte sie die Stadt und besichtigte das ehemalige Lehrerwohnhaus und die alte Pfarrkirche, wo ihr Ahne gewirkt hat. Aus den Nachforschungen von 1990 wurde eine schöne Freundschaft zwischen Grafenwöhr und Grafenwörth.

Die ersten Eindrücke über den Namensvetter sammelten 1992 die Fotofreunde Grafenwöhr. Bei einem Ausflug nach Österreich erstellten sie eine Dia-Serie über Grafenwörth. Vom 9. bis 11. Juli 1993 besuchte eine Delegation der Stadt die Gemeinde in Niederösterreich. Die ersten persönlichen Kontakte wurden damals beim Kellergassenfest geknüpft. Der Gegenbesuch in Grafenwöhr ließ nicht lange auf sich warten. Im Juli 1995 wurde in Grafenwörth die Partnerschaft geschlossen. - Die beiden Bürgermeister Alfred Riedl und Helmuth Wächter unterzeichneten die Partnerschaftsurkunde.

Viele Grafenwöhrer Vereine nutzen seitdem die Gelegenheit, die österreichische Partnerstadt zu besuchen. Auch verschiedene Parteien, der Männergesangverein 1890, die katholische Pfarrgemeinde, die Feuerwehr Grafenwöhr und der Spielmannszug erinnern sich gerne an die Besuche in Grafenwörth zurück. Die niederösterreichische Partnergemeinde besuchte während ihres Aufenthaltes in der Oberpfalz das Deutsch-Amerikanische Volksfest, den CSU-Herbstball und den Blaulichtball der Feuerwehr.

Die Grafenwöhrer ließen ihre Freunde auch im August 2002 nicht im Stich, als sie von einer Hochwasserkathastrophe heimgesucht wurden. 16 Mann halfen ihnen bei den Aufräumungsarbeiten. Auch Wein spielt in der Partnerschaft eine besondere Rolle. Schon beim ersten Treffen hatten Anton Mörwald, Herbert Mayr und Georg Gmeiner Kontakte mit Wilhelm Specht geknüpft und Weinproben vereinbart. Seitdem wird regelmäßig Wein nach Grafenwöhr geliefert.

"Schön, dass ihr da seid"

Anna Mock hatte bei der Feier der Partnerschaft eigens ein Gedicht geschrieben, das von Theresa Vlasek und Katja Schraml vorgetragen wurde. Unter anderen sagten sie: "Schön, dass ihr da seid. So sagen heut wir kleinen im Namen der großen Leut. Ein weiter Weg führte euch von Österreich her und wir hoffen, es gefällt euch in Grafenwöhr. Zum Verwechseln ähnlich hören sich unsere Ortsnamen an, doch ist an jedem Ort etwas Besonderes dran."

Am Wochenende wird das 20-jährige Partnerschaftsjubiläum von Grafenwöhr und Grafenwörth gefeiert; unter anderem beim Sautrogrennen des Fischereivereins.
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