Polizei vermutet Giftköder - Noch kein Untersuchungsergebnis - Dobermann muss zum Tierarzt
Verdächtige Stadtwurst

Lokales
Grafenwöhr
26.06.2013
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Gesicherte Erkenntnisse liegen der Polizeiinspektion Eschenbach zwar noch nicht vor, jedoch hegen die Beamten einen Verdacht: Sie schließen nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht aus, dass ein bislang Unbekannter wiederholt Giftköder gegen Hunde ausgelegt hat.

Am Freitag hatte ein acht Monate alter reinrassiger Dobermann, etwa 200 Meter vor der Ortschaft Gößenreuth, ein am Rand der ehemaligen Bahntrasse liegendes Wurststück aufgeschnappt und gefressen. Eine Grafenwöhrerin war mit dem Tier gegen 16 Uhr von der Bahnhofsiedlung Grafenwöhr in Richtung Gößenreuth unterwegs. Einige Zeit später erbrach der Hund mehrmals und musste schließlich zum Tierarzt gebracht werden. Durch die frühzeitige intensive Behandlung und weitere Besuche beim Veterinär über drei Tage hinweg konnte der Dobermann gerettet werden. Er befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Der Hundehalter überprüfte noch vor dem Tierarztbesuch das Gelände am Bahndamm und fand mehrere Stadtwurstabschnitte. Diese übergab er dem Tierarzt zur weiteren Untersuchung. Diese soll klären, ob der Wurst eventuell Gift beigegeben wurde. Das Ergebnis steht noch aus.

Die Polizeiinspektion Eschenbach hat die Ermittlungen aufgenommen. In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass bereits wiederholt Hundehalter ähnliche Symptome bei ihren Vierbeinern festgestellt haben. Es sollen sogar Hunde nach dem Spaziergang auf dem Bahndamm verendet sein, was aber noch nicht bestätigt ist. Aus diesem Grund bittet die Polizeiinspektion Eschenbach geschädigte Hundehalter, sich unter Telefon 09645/9204-0 zu melden. Auch Fälle, die bereits länger zurückliegen, sind für die Beamten interessant.

Ergänzend bittet die Polizei um erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht. Ihr sollen auch Köderfunde sowie entsprechende verdächtige Wahrnehmungen mitgeteilt werden.
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