Retten unter Einsatz des Lebens

Mitglieder der vier Ortswehren zogen gemeinsam mit Bürgermeister Edgar Knobloch und Vertretern des Stadtrates zum gemeinsamen Gottesdienst. Bild: myd
Lokales
Grafenwöhr
07.05.2015
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"Heiliger St. Florian, verschon mein Haus zünd andre an", zitierte Kaplan Thomas Thiermann bei seiner Predigt am Florianstag in Hütten. Mitglieder aller Ortswehren nahmen am Gottesdienst zu Ehren des Schutzheiligen teil.

Gemeinsam mit Bürgermeister Edgar Knobloch und einigen Stadträten zogen Mitglieder aller vier Ortswehren hinter der Stadtkapelle zur Kirche St. Laurentius in Hütten, um einen gemeinsamen Gottesdienst zu Ehren des heiligen St. Florian zu feiern.

Vor Gefahren retten

Thiermann setzte hinzu: "In diesem Spruch wird der heilige Florian als Brandstifter dargestellt, er würde sich darüber sicher ärgern. Schließlich ist sein Auftrag, Menschen vor den Gefahren des Feuers zu schützen. Wie auch die Menschen, die sich bei der Feuerwehr engagieren. "

Ihnen reiche es nicht, sich selbst zu retten. Sie retten das Leben von anderen, oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens, bemerkte Thiermann und zog eine Parallele zu Jesus, der die Menschen durch seine Lehre auch unter Einsatz seines Lebens rettete. Eine weitere Gemeinsamkeit fand er: "Beide retten mit Wasser. Die Feuerwehr löscht damit und Jesus hat Menschen getauft." Doch damit nicht genug: Die Feuerwehr wird gerufen, wenn es brennt, und auch die Menschen rufen Gott nur dann an, wenn sie sich in einer Notlage befinden. Überall sei die Feuerwehr vertreten und sorge für das Gemeinwohl, wie Gott auch." Der Kaplan lobte in diesem Zusammenhang das großartige gesellschaftliche Engagement der Floriansjünger. Mit dem Wahlspruch "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" leben sie schließlich das Gebot der Nächstenliebe. In den Fürbitten, die Mitglieder der Feuerwehr verlasen, baten sie um Hilfe, das Erlernte im Notfall professionell anzuwenden, für die nötige Ruhe im Einsatz, Umsicht der Führungskräfte, ausreichend Gewinnung von Nachwuchs und dass die Ehrenamtlichen Zeit für die wichtige Arbeit finden.

Fehlalarm im Gottesdienst

Noch während des Gottesdienstes alarmierten etliche Funkwecker - binnen Sekunden war die Kirche zu einem Viertel geleert. Glücklicherweise handelte es sich um einen Fehlalarm, so dass die Einsatzkräfte nicht ausrücken mussten. Anschließend marschierte der Festzug zu den Klängen der Stadtkapelle zum Gasthaus Schönberger, wo die Feier bei einer Brotzeit und Getränken eine gesellige Fortsetzung fand. Gastgeber, der Vorsitzende der Feuerwehr Hütten Holger Cibis freute sich, dazu auch zwei "Florians" begrüßen zu dürfen.
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