Richtig ranklotzen

Bildunterschrift: Anita Stauber, die zweite Bürgermeisterin von Grafenwöhr und Pressaths Bürgermeister Werner Walberer haben am Freitag im Bürgerladen gearbeitet, wie zuvor am Dienstag bereits Pfarrer Dr. André Fischer. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
22.06.2015
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"Mitmach-Woche" ist nicht nur eine leere Worthülse. Bürgermeister Werner Walberer aus Pressath, zweite Bürgermeisterin Anita Stauber aus Grafenwöhr und Pfarrer Dr. André Fischer helfen im Bürgerladen kräftig mit - und waren hinterher um eine Erfahrung reicher. .

Nach getaner Arbeit im Bürgerladen war für den evangelischen Pfarrer Dr. André Fischer klar, dass hier hart gearbeitet wird, um andere Mitbürger zu unterstützen. Sein Lob galt den vielen Helfern: "Ihr klotzt hier richtig an!"

"Um die Arbeit des Bürgervereins Städtedreieck bekannter zu machen, wurden Vertreter von Städten und Kirchen angeschrieben und zu den Mitmach-Wochen eingeladen", erklärte die Leiterin des Bürgerladens Monika Sebald. Pfarrer Dr. André Fischer war am Dienstag der Einladung gefolgt und Bürgermeister Werner Walberer aus Pressath sowie die zweite Bürgermeisterin Anita Stauber aus Grafenwöhr schlüpften am Freitag in die Rolle der Angestellten und ehrenamtlichen Helfer.

Ware einräumen

Nachdem die Waren aus den Geschäften abgeholt wurden, ging es für die Bürgermeister und den Pfarrer los mit ihrer Arbeit. Obst und Gemüse wurden sortiert, Brot und Semmeln eingepackt und die Ware in die Kühltheken eingeräumt. Auch die Abfälle mussten entsorgt werden. Für Pressats Bürgermeister war schon der erste Schritt - das Anziehen der Hygienehandschuhe - ein nicht ganz leichtes Unterfangen. "Eigentlich habe ich doch keine so großen Hände ...", meinte dieser. Aber für ihn war es eine "schöne Erfahrung", einmal hier mit zu arbeiten. "Mich hat es zum einen als Bürgermeister, aber auch als Mensch interessiert, was hier geleistet wird. Es ist sehr lobenswert, was die Ehrenamtlichen hier tun. Für die Familien, die sich nicht soviel leisten können, ist es eine gute Sache, wenn sie mit wenig Geld einem Korb voll guter Lebensmitteln nach Hause gehen können", so Walberer.

Die Arbeit des Bürgervereins und der Helfer trägt Früchte. Das belegen auch die Zahlen. Waren es im gesamten Jahr 2011 im Schnitt 33 Kunden pro Tag (insgesamt 3552 im Jahr), so waren es von Januar bis Mai 2015 bereits 2243. Dies entspricht 52 Kunden pro Tag. Nach dem letzten Sachstand wurden 84 Kundenkarten für Grafenwöhr, 23 für Pressath und 13 für Eschenbach ausgegeben. Dadurch erhöht sich auch die Zahl der ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen. Zur Zeit sind es 20 Personen. In den ersten fünf Monaten haben sie heuer bereits 1439 Stunden ihrer Freizeit in den Dienst der guten Sache gestellt.

Aus drei Städten

"Neben 15 Geschäften aus den drei Städten, die viele Lebensmittel spenden, unterstützen viele Bürger und Bürgerinnen den Verein mit Lebensmitteln, Geschirr, Kleidung, Spielsachen und Möbel. Hilfe kommt auch von der Tafel aus Weiden und von der Firma Ponnath aus Kemnath. Die Ministranten haben uns ihre Süßigkeiten aus der Sternsinger-Aktion überlassen", erklärt Sebald. Außer der Hilfe vom Bürgerladen wurde bereits zum fünften Mal eine Weihnachtsfeier am alten Forsthaus durchgeführt. Das letzte Mal wurden Wunschzettel an die Kinder ausgegeben. Die Wünsche konnten durch Privatpersonen und durch Spenden von Banken und Parteien erfüllt werden. Diese Aktion soll heuer wieder stattfinden.

Auch eine Ostereiersuche im Stadtpark in Zusammenarbeit mit James P. Federline und den Kolumbusrittern gab es bereits zum dritten Mal. Besondere Freude wird auch den Kindern von Familien bereitet, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, wenn sie ihr Geburtstagsgeschenk in Händen halten.
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