Risiko meiden

Dr. Almuth Fischer (Mitte) referierte im Mehrgenerationenhaus über verschiedene Allergien, die im Kleinkindalter auftreten können. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
13.11.2014
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Nikotin, Haustiere, Nahrungsmittel, Hausstaub oder Stress können dafür sorgen, dass Kinder unter Allergien leiden. Dr. Almuth Fischer, Funktionsoberärztin an der Kinderklinik Weiden, sprach im Mehrgenerationenhaus über Neurodermitis, Nahrungsmittelallergie, Heuschnupfen und Asthma.

"Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeit gegen normalerweise harmlose Stoffe, bei denen der Körper überreagiert", erklärte Dr. Almuth Fischer. Wenn die Eltern Allergien haben, könnten auch die Kinder gefährdet sein. Zur Vorbeugung empfahl die Medizinerin HA-Nahrung (Hypoallergene Babynahrung), falls nicht gestillt wird.

"In den ersten vier Monaten sollte allerdings gestillt und danach mit der Beikost begonnen werden, damit die Kinder nicht so viele Allergien bekommen", riet die Referentin. Es müsse beobachtet werden, was vertragen wird. Grundsätzlich gelte, das Rauchen zu meiden und keine Katzen anzuschaffen. Die Allergien seien über Haut- und Bluttests festzustellen. Gut sei, ein Symptom-Tagebuch zu führen.

Neurodermitis ist eine chronisch entzündliche Krankheit, die nicht ansteckend ist. Hautreizende Substanzen, Rauchen, Kratzen, Infekte, Impfungen, Müdigkeit, Wärme, Kälte und Hautkeime verschlechtern die Krankheit. Probleme bereiten Nahrungsmittel, Hausstaubmilben, Haustiere und Pollen. Es wird in drei Stufen unterschieden. Bei der zweiten Stufe wird mit entzündungshemmender Medizin und in der dritten Stufe mit Cortisonsalbe behandelt.

Die Nahrungsmittelallergie im Magen-Darm-Trakt kann zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, (blutige) Durchfälle, Atem-Beeinträchtigung und Atemnot führen. Die häufigsten Allergien treten bei Kuhmilch, Hühnereiern, Erd- und Haselnüssen, Weizen, Soja, Fisch und Schalentieren auf. Aber die Allergien verändern sich. Hier riet Fischer zu einer Schulung für den Notfall und zu einem Notfall-Set. Der Heuschnupfen wird durch Gräser- und Baumpollen sowie Hausstaubmilben hervorgerufen. Er wird mit einer Hyposensibilisierung oder einer Impfung behandelt.

Asthma bronchiale ist eine chronische Entzündung, die mit Cortison behandelt wird. "Es werden nur Minimengen an Cortison gegeben, und auch nur in akuten Phasen", sprach sich Fischer für das Cortison aus. Bei dieser Krankheit ist auch ein Notfallspray wichtig. Aber trotz aller Schwierigkeiten bei einer Erkrankung sollten die Kinder möglichst normal aufwachsen. Abschließend bedankte sich Gabi Raithel von der Schwangerschaftsberatungsstelle des Landratsamtes für die zahlreichen Hinweise.
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