Rupprecht und Wittmann wollen für Region kämpfen
"Ohr beim Bürger"

Lokales
Grafenwöhr
30.05.2015
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Als einen "Kraftakt unserer Partei vor 18 Jahren" beschrieb Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht bei der CSU-Kreisdelegiertenversammlung (wir berichteten) den Fortbestand und Ausbau der für Grafenwöhr bedeutenden US-Garnison. Damals habe sich die Union auf allen Ebenen gegen Bestrebungen gestellt, auf einen schrittweisen Abzug der Amerikaner hinzuwirken.

"Es gibt keine andere politische Kraft, die imstande wäre, für diese Region Außergewöhnliches zustande zubringen", meinte der Parlamentarier mit Blick auf die "vorbildliche Geschlossenheit" der 3000 Mitglieder im Kreisverband: "Wie ihr an einem Strang zieht, ist auch in der CSU nicht überall selbstverständlich."

Grafenwöhr statt München

Rupprecht sprach Themen wie etwa die Verlagerung von der Landesbehörde in den ländlichen Raum an. "Im Hinblick auf den Verfassungsauftrag, landesweit gleichwertige Lebensverhältnisse zu gewährleisten, müssen und können wir künftig bei allen Behördenarbeitsplätzen die Frage stellen: Müssen diese in München oder Regensburg angesiedelt sein, oder ist auch Vohenstrauß oder Grafenwöhr als Dienstsitz möglich?"

Ferner berichtete der CSU-Abgeordnete von Verhandlungen mit dem Bundesfinanzministerium über einen Erhalt der Zollämter Weiden und Waidhaus, deren Auflösung zugunsten "mobiler Gruppen" diskutiert worden sei. Er habe sich dafür eingesetzt, die beiden Standorte unter gemeinsamer Leitung weiterzuführen.

Mehr Arbeitsplätze beim Zoll

Der Leiter der Zollabteilung im Ministerium, Ministerialdirektor Julian Würtenberger, habe signalisiert, dass dies "sehr wohlwollend von ihm aufgenommen wird". Rupprecht merkte an, dass die CSU und er persönlich sich in den letzten zehn Jahren für die Verlegung neuer Arbeitsbereiche der Zollverwaltung in die Region eingesetzt hätten, so dass die Zahl der Arbeitsplätze im Zollwesen gegen alle Prognosen von 64 auf über 300 gestiegen sei. Die in Weiden neu geschaffene Abteilung "Sicherheitsrisikoanalyse" werde in den nächsten Jahren ausgeweitet.

Auch der Ehrenkreisvorsitzende und ehemalige Landrat Simon Wittmann würdigte den Zusammenhalt der "CSU-Familie" und erinnerte daran, dass der im Herbst 1945 gegründete Ortsverband Grafenwöhr der älteste im Landkreis sei. "Wir hatten von Anfang an viele Köpfe, haben Geschlossenheit bewiesen und waren vor allem bis in die kleinsten Weiler vernetzt. So hatten wir das Ohr beim Bürger und konnten die Ideen vieler Menschen aufgreifen", lobte Wittmann. Seinem Kreisverband wünschte er eine weiterhin erfolgreiche Arbeit "zum Wohle der Menschen in unserer Heimat".
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