Sänger lassen Kirche beben

Applaus, Applaus: Den 350 Besuchern gefiel die Darbietung des Don Kosaken Chors Serge Jaroff in der Grafenwöhrer Friedenskirche. Bilder: rgr (2)
Lokales
Grafenwöhr
04.02.2015
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19 Sänger, aber eine Stimmgewalt für Hundert. Beim Jubiläumskonzert des Männergesangsvereins in der Grafenwöhrer Friedenskirche ließen die Sänger des Don Kosaken Chors Serge Jaroff Stimmen klingen und das Publikum staunen.

Der eine oder andere Besucher ist bestimmt bei den ersten Tönen erschrocken, als die Sänger des Don Kosaken Chors in der Friedenskirche loslegten. Das Staunen der Zuhörer wuchs mit der Stimmfülle der Sänger. Die Melodien hallten durch das Gewölbe der Kirche und vermittelten den Zauber russischer Musik. Diesem Zauber sind die Konzertbesucher erlegen.

Egal, ob russische Volksweisen, bei denen deutlich die Glöcklein herauszuhören waren, wild tanzende Schneeflocken beim "Schneegestöber" oder das weltberühmte "Kalinka": Gänsehautfeeling war das gesamte Konzert angesagt. Chorleiter Wanja Hlibka sang selbst zwölf Jahre unter dem berühmten Namensgeber des Chores. Er erwies sich als würdiger Nachfolger Jaroffs. Hlibka erfuhr im Alter von zwölf Jahren, dass sein Vater Don Kosak war. 1967 wurde Hlibka mit 19 Jahren von Serge Jaroff als jüngster Solist in seinen Chor aufgenommen.

Nachfolger von Jaroff

Bereits 1979 sollte er die Nachfolge von Serge Jaroff als Dirigent übernehmen. Aber erst im Jahr 2001 bekam Hlibka die Rechte von Otto Hofner, um den Namen "Don Kosaken Chor" nutzen zu dürfen und als Nachfolger von Serge Jaroff Musik zu machen und den Chor zu leiten. Seitdem transportiert er Zauber und Melancholie russischer Lieder mit hochkarätigen Stimmen zu den Zuhörern.

Durch langanhaltendem Applaus erklatschte sich das Publikum eine Zugabe: "Ich bete an die Macht der Liebe." Schade war, dass dieses Lied nicht auf deutsch gesungen wurde, wie beim Auftritt des Chores vor vier Jahren beim Stadtjubiläum. Die Zuhörer waren trotzdem begeistert. Wer die Augen schloss konnte glauben, es würden hundert Menschen auf der Bühne stehen.

Begeisterte Besucher

Aber 19 Sänger genügten, um die Friedenskirche erbeben und wunderschöne Solostimmen ertönen zu lassen. "Wer nicht da war, hat etwas verpasst", so das Fazit eines Besuchers. "Das Jubiläum des Männergesangvereins hat wunderbar begonnen. Und so kann es weitergehen", meinte Bürgermeister Edgar Knobloch.
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