Schaulustige willkommen

Der absolut falsche Versuch, einen Fettbrand mit Wasser zu löschen: Eine meterhohe Stichflamme, heißes Fett, Wasser und Dampf sind die Folge. Wer hier in der Nähe steht, ist in Lebensgefahr. Bilder: xri (3)
Lokales
Grafenwöhr
30.09.2014
1
0

Probe für den Ernstfall: Feuerwehr und BRK präsentieren sich als eingespieltes Team und freuen sich - ausnahmsweise - über zahlreiche Schaulustige.

Kein Brand und auch kein Verkehrsunfall, sondern eine Informationsveranstaltung rief die Feuerwehren Grafenwöhr und Gößenreuth am Samstagnachmittag auf den Plan. Eine große Fahrzeugschau, mehrere Schauübungen und Fettbrandexplosionen, ein Infostand und vieles mehr wurde den rund 350 Gästen geboten.

Nachwuchs gesucht

"Mach Dein Kind stolz. Komm zur Freiwilligen Feuerwehr!" Unter diesem Motto stand die Aktionswoche der Feuerwehren in Bayern. Nachwuchssorgen kennen zahlreiche Wehren in Deutschland. Ziel der Aktion war es deshalb, nicht nur interessierte Jugendliche sondern auch Erwachsene zum Feuerwehrdienst zu bewegen.

Auch die Feuerwehr Grafenwöhr ist auf der Suche nach Jugendlichen und Erwachsenen, die sich für den Dienst interessieren. Gemeinsam mit der Wehr aus Gößenreuth organisierte sie zur Brandschutzwoche den Aktionstag im Stadtpark.

Vorsitzender Alexander Richter und Zugführer Marco Arnold führten durch das abwechslungsreiche und informative Programm und moderierten die Schauübungen. Interessiert verfolgten die Gäste die Arbeit der Aktiven. Bei zwei "Verkehrsunfällen" befreiten die Helfer zwei Personen: Eine war unter dem Fahrzeug, eine zweite in der Fahrgastzelle eingeklemmt. Über Lautsprecher wurde die Rettungsaktion erklärt. Rettungsspreizer, Rettungsschere und Säbelsäge kamen zum Einsatz.

Der BRK-Ortsverband beteiligte sich mit seinem Helfer vor Ort (HVO) Jürgen Gebhardt sowie Elisabeth Kolodziej. Sie arbeiteten Hand in Hand mit den Feuerwehrleuten und nutzten die Gelegenheit, sich der Bevölkerung zu präsentieren.

Hohe Stichflamme

Schwer beeindruckt reagierten die Zuschauer auf eine Fettbrandexplosion. In einem Küchentopf wurde normales Kochfett so lange erhitzt, bis es zu brennen begann. Der Versuch, hier mit Wasser zu löschen, hat verheerende Folgen. Eine mehrere Meter hohe Stichflamme verdeutlichte, dass man sich im Ernstfall schwerste Verbrennungen zuziehen kann.

Zugführer Carsten Englhardt machte vor, wie einfach es doch ist, den Fettbrand mit dem passenden Topfdeckel fast gefahrlos zu löschen. Der Grafenwöhrer Kommandant Hans Pappenberger mischte sich unters Publikum und beantwortete in vielen Gesprächen zahlreiche Fragen.

An einem Infostand zeigte zweiter Vorsitzender Markus Englhardt einen Videofilm über Zimmerbrände. Hierbei wurde deutlich, wie aus einem kleinen Feuer binnen weniger Minuten ein ausgedehnter Zimmerbrand entsteht. In dem Zusammenhang informierte Englhardt über Rauchmelder und Feuerlöscher.

Auch die kleinen Gäste kamen voll auf ihre Kosten. Sie durften an einer Spritzwand und beim Spritzen auf Tennisbälle ihr Geschick mit einem D-Rohr beweisen. Unter Aufsicht der Jugendgruppe und der Jugendwarte Sebastian Baier und Christian Müller wagten einige Kinder sogar den Umgang mit einem echten Feuerwehrstrahlrohr und spritzten schöne Fontänen über den Stadtweiher.

Wasser aus dem Weiher

Wichtige Unterstützung dabei leisteten die Gößenreuther Feuerwehrleute. Sie hatten nämlich mit ihrer Pumpe und dem anderen Gerät die Wasserentnahmestelle am Stadtweiher und die Schlauchleitung aufgebaut. Hier informierte Kommandant Siegfried Regner über die Möglichkeiten einer kleineren Ortswehr. Eine große Fahrzeugschau rundete das Programm ab.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2014 (8406)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.