Schon ein Hauch Weihnachten

Jung und Alt gleichermaßen neugierig machten die kunsthandwerklichen Gegenstände aus dem Erzgebirge. Bilder: mbi (3)
Lokales
Grafenwöhr
29.10.2014
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Vorweihnachtlicher Räucherkerzenduft zog durch die Stadthalle. Der fremde Dialekt erweckte beim Publikum Neugier. Kunsthandwerker aus dem Erzgebirge stellten beim ersten Klöppelmarkt in der Stadthalle ihre Produkte und ihr Geschick vor.

In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein gelang es den Klöpplerinnen aus dem VierStädtedreieck, einen erzgebirgischen Kunsthandwerkermarkt in der Soldatenstadt zu ermöglichen. Bereits am Samstag öffnete der erste Grafenwöhrer Klöppelmarkt seine Pforten.

Leider ließ das Publikum auf sich warten. Dabei gab es wunderschöne Handwerkskunst zu bestaunen und zu erwerben. Leuchterfiguren, Spanbäume, Räuchermännchen und unzählige Klöppelprodukte, alles in Handarbeit und mit großer Liebe zum Detail gefertigt, reihten sich Stand an Stand.

Die Grafenwöhrer Schnitzergemeinschaft ließ sich ebenfalls bei der Ausübung ihres Hobbys über die Schulter schauen. Auch bei vielen Ständen konnten die Besucher den Ausstellern bei der Herstellung ihrer Kunstwerke zusehen. Matthias Meyer, der aus seinem Jugendzeit-Hobby seinen leidenschaftlichen Beruf fand, zeigte mit geschickten Händen die Fertigung von weihnachtlichen Spanbäumen. Allerlei Nützliches zum Sticken, Häkeln oder Klöppeln wurde zusammen mit wertvollen Ratschlägen an das Publikum weitergegeben. Besucher durften sich selbst am Klöppelsack versuchen.

Gunnar Horatzscheck ist sich seiner großen Verantwortung, die kulturelle Tradition der erzgebirgischen Region zu pflegen und zu bewahren, bewusst. In seiner großen Sammlung erzgebirgischer Figuren wird jedoch nicht nur sein Heimatbezug, sondern auch das Motto "Tradition trifft Moderne" deutlich. Vom Vogelhäuschen über Wollmützen bis hin zu in stundenlanger mühevoller Handarbeit gefertigten Schwibbögen, den berühmten erzgebirgischen Lichterbögen, war alles zu finden.

Heimatvereinvorsitzender Wilhelm Buchfelder zeigte sich dennoch mit dem Besuch an den beiden Tagen zufrieden. Bei Kaffee und Kuchen oder einem Glas österreichischem Wein aus der Partnerstadt Grafenwörth ließ mancher Besucher einen herrlichen Herbstnachmittag ausklingen.
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