Schüler aus Grafenwöhr und der tschechischen Partnerschule Myto erleben drei spannende und ...
"Barrieren in den Köpfen nachhaltig abbauen"

Neben den Sprachbarrieren hatten die Teilnehmer des deutsch-tschechischen Zeltlagers auch mit den widrigen Wetterverhältnissen zu kämpfen. Schon in der ersten Nacht hieß es in einem Zelt wegen des starken Regens "Land unter", und die Betreuer mussten einige Jugendliche wieder nach Hause schicken. Bild: ow
Lokales
Grafenwöhr
22.06.2015
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Wettermäßig hätten sich die Schüler der 6. Klasse der Mittelschule Grafenwöhr und der Partnerschule aus dem tschechischen Myto einen ungünstigeren Zeitpunkt nicht aussuchen können. Im Rahmen des Projekts "Mittelalter im Geschichtspark Bärnau - Tachov - gemeinsame Wurzeln - gemeinsame Erfahrungen" verbrachten die Schüler ein dreitägiges Zeltlager an der tschechischen Grenze.

Betreut wurden die Schüler von Sozialpädagogin Karolin Völkl und Lehrer Rudi Lang. Die Aktion wurde finanziell durch den "Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds" bezuschusst. Auch der Elternbeirat der Mittelschule Grafenwöhr hat sich an mit einer Finanzspritze beteiligt. So konnten die Teilnehmer ein umfangreiches Programm genießen. Zusammen sollten die Schüler gemeinsame Aufgaben meistern und historisches Bewusstsein entwickeln. "Durch Teamwork und Interaktionen mit den tschechischen Kindern würden dabei die Sprachbarrieren und - noch wichtiger", so Lehrer Rudi Lang "die Barrieren in den Köpfen" nachhaltig abgebaut werden.

Die Teilnehmer übernachteten auf einem Zeltplatz neben dem Geschichtspark in eigenen Zelten und wurden kulinarisch gut versorgt. Der erste Tag begann mit einer Führung durch den Geschichtspark. Am Nachmittag folgte ein Sprachkurs. Am zweiten Tag machten sich die Schüler auf die "Suche nach dem Heiligen Gral". Gemeinsam mit Erlebnispädagogen von "Learning Campus" lernten sie mittelalterliche Techniken wie Bogenschießen und Speerwerfen oder Paddeln im Einbaum-Kanu kennen. Die Abende am Lagerfeuer verbracht. Bei Dauerregen am ersten Tag und Temperaturen von gefühlten drei Grad Celsius war das Projekt eine wahre Herausforderung. Nachdem die Zelte wieder abgebaut waren fuhren Schüler und Lehrer zur Silberhütte und wanderten auf dem Rabenberg. Während die Tschechen mit ihren Lehrerinnen Barbora Karlovcová und Barbora Lenková zurück nach Bärnau marschierten, besuchten die Grafenwöhrer noch die Ruine Schellenberg.
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