Schwierige Zeiten für die SV

Der neugewählte Vorstand der Sportvereinigung TuS/DJK Grafenwöhr mit Stadtverbandsvorsitzendem Gerhard Mark (von links), Viktoria Brown, geistlichen Beirat Stadtpfarrer Bernhard Müller, Thomas Reiter, Tobias Reiter, Marlene Stopfer-Höhn, Bürgermeister Edgar Knobloch und Werner Wächter. Bild: vl
Lokales
Grafenwöhr
27.11.2015
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Bei der Generalversammlung der Sportvereinigung TuS/DJK Grafenwöhr wählten die Mitglieder ihren neuen Vorstand. Dabei stellte sich die bisherige Führungsriege nahezu unverändert den Herausforderungen der nächsten beiden Jahre.

Lediglich beim Amt des Hauptkassiers gab es ein Stühle-rücken. Tobias Reiter zeichnet zukünftig für die Finanzen verantwortlich. Weiterhin nutzten die Verantwortlichen die Generalversammlung, langjährige Mitglieder für 25-, 40- und 50 Jahre Vereinszugehörigkeit mit einer Vereinsnadel auszuzeichnen. Als nette Geste darf der "Einstand" des neuen Sportpark-Pächters betrachtet werden.

1300 Mitglieder

Ganz im Zeichen des Ehrenamtes stand der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden Thomas Reiter über das abgelaufene Vereinsjahr. Er richtete seinen Dank an alle freiwilligen Helfer. Stellvertretend nannte Reiter dabei Hans-Joachim Geuss, die Platzwarte Horst Muhr, Horst Pommeranz, Dieter Hannemann, Werner Wächter und Franz Lehner, das Kioskteam unter Leitung von Petra Geuss sowie die Kegelabteilung um Michael König.

Jedoch waren die Vereinsmitglieder nicht nur neben den Sportstätten aktiv. Beinahe selbstverständlich engagieren sich tagtäglich die Abteilungsleiter, Trainer und Betreuer, um den Sportbetrieb und somit auch die Sparten mit Leben zu erfüllen. Dass aber nicht alles Gold ist, was glänzt, und Rückschläge zu verdauen sind, zeigt die Abkoppelung der Sparte American Football. Sie wird sich ab der neuen Saison einem anderen Verein anschließen. Unter dem Schlussstrich können aber die Sportbegeisterten immerhin noch bei zehn Sparten ihren Interessen nachgehen.

Bei aller positiven Tendenz stimmte Reiter die Mitglieder - aktuell hat die SV TuS/DJK circa 1300 - auf finanziell schwierige Zeiten ein. Vor allem der Unterhalt des Sportparks und die laufenden Nebenkosten stellen eine Herkulesaufgabe dar. So belaufen sich die jährlichen Fixkosten sowie die Rückzahlung eines BLSV-Darlehens auf fast 60 000 Euro. Reparaturarbeiten seien unvermeidbar. Nicht zuletzt wegen der laufenden Ausgaben sei die Sportvereinigung in der Zwickmühle, entsprechende Rücklagen zu bilden. Die Vereinsführung erschließt neue Einnahmequellen. Aktivenbeiträge mit Gutschriften bei freiwilligen Arbeitseinsätzen oder eine einmalige Aufnahmegebühr für Neumitglieder sind nur ein Teil der Überlegungen. Auch suche der Verein das Gespräch mit der Stadt.

Mut und Engagement

Kassiererin Erika Meiler verlas zum letzten Mal ihren Kassenbericht. Die Kassenprüfer Herbert Benkhardt und Edgar Baier bescheinigten der Kassenverwalterin ordnungsgemäße Arbeit. Worte zum Nachdenken richtete Stadtpfarrer und geistlicher Beirat Bernhard Müller an die Mitglieder. Leider stehe der Sport und im Besonderen aktuell der Fußball unter keinem günstigen Stern. Terroranschläge und die Absage des Länderspiels der Nationalmannschaft hätten dem Volkssport enorm geschadet. Des Weiteren beleuchtete Bernhard Müller den Korruptionsskandal des Deutschen Fußballbundes rund um die WM-Vergabe in Deutschland.

Bürgermeister Edgar Knobloch verglich die SV TuS/DJK mit einem mittelständischen Unternehmen. Ein Verein sei aber auch wichtig für das soziale Gefüge einer Gesellschaft. Und hier werde die Sportvereinigung ihrer Verantwortung mehr als gerecht. Im selben Atemzug lobte Knobloch den Mut und das Engagement der Verantwortlichen, sich den großen Herausforderungen zu stellen. Als kleines Mitbringsel überreichte er an Thomas Reiter einen Scheck von der Stadt Grafenwöhr. Stadtverbandsvorsitzender Gerhard Mark schloss sich den Worten seiner Vorredner an und bedankte sich ebenfalls bei allen Freiwilligen für deren Arbeit zum Gemeinwohl.
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